17.06.2011 | Personalszene

Hoher Anstieg der Arbeitskosten

In Deutschland sind die Arbeitskosten je geleistete Arbeitsstunde im ersten Quartal 2011 im Vergleich zum vierten Quartal 2010 um zwei Prozent gestiegen. Das ist der zweithöchste Anstieg seit Beginn der Zeitreihen des Arbeitskostenindex im Jahr 1997, meldet das Statistische Bundesamt.

Nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) erhöhten sich dabei die Kosten für Bruttolöhne und -gehälter um 1,3 Prozent, die Lohnnebenkosten um 4,4 Prozent. Im Vergleich zum ersten Quartal 2010 stiegen die Arbeitskosten im ersten Quartal 2011 kalenderbereinigt um 2,8 Prozent.

 

Abbau der Kurzarbeit und mehr Sonderzahlungen

Die Steigerung der Bruttolöhne und -gehälter ist vor allem durch den weiteren Abbau von Kurzarbeit und einer Zunahme von Sonderzahlungen bedingt. Gedämpft wird diese Entwicklung jedoch etwas durch den gleichzeitigen Anstieg der geleisteten Stunden. Die Lohnnebenkosten wuchsen deutlich stärker als die Bruttolöhne und -gehälter. Wichtige Ursachen dafür waren zum einen eine höhere Anzahl von Krankheitstagen, die zu höheren Kosten für die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall führten. Zum anderen stiegen die Beitragssätze zur Arbeitslosen- und Krankenversicherung leicht.

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