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| Führende Köpfe

Eine prägende Gestalt der HR-Beraterszene

Walter Jochmann hat die Geschäftsführung HRM bei Kienbaum Ende 2013 abgegeben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Zum Jahreswechsel 2013/14 hat Walter Jochmann seine langjährige Managementverantwortung für die Kienbaumgruppe und das Geschäftsfeld Human Resources Management aufgeben. Stattdessen wird er ein Institut für Leadership & Transformation leiten. Matthias Meifert, der über 13 Jahre eng mit Jochmann zusammen arbeitete und heute Geschäftsführer von HR-Pepper ist, blickt zurück.  

Irgendwann, es muss das Jahr 2000 oder 2001 gewesen sein, entschieden wir uns, ein jährlich wiederkehrendes Event in Ehreshoven im Oberbergischen Kreis zu veranstalten. Projekte sollten vorgestellt, Ideen ausgetauscht und Raum für Networking geschaffen werden.  Seitdem jedes Jahr das gleiche Bild: Das Tagungszelt ist am Morgen bis zum letzten Platz gefüllt und alle warten gespannt auf den einführenden Vortrag von Walter Jochmann. Für viele ist das neben den Fachgesprächen der wichtigste Grund, um sich auf die weite Reise in das Kölner Hinterland zu machen. Präzise in der Analyse, visionär in den Ansichten und argumentativ auf dem Punkt das sind die Markenzeichen von „WJ“, wie er intern gerne genannt wird. Einmal in Fahrt gekommen, ist es eine große Freude seinen Ideen, Konzepte und Ausblicke zu lauschen.

Vom Assistent zum Geschäftsführer der Holding-Gesellschaft

Walter Jochmann wuchs im beschaulichen Lüdenscheid in Südwestfalen auf. Er studierte an der Ruhr-Universität Bochum Psychologie und trat 1983 in die Kienbaum Gruppe ein. Zunächst arbeitete er als Assistent des geschäftsführenden Gesellschafters Jochen Kienbaum. Später fungierte er als Berater im Recruitment und in der Personalentwicklung. An seiner Alma Mater in Bochum promovierte er 1989 über die beruflichen Wechselmotivationen von Führungskräften. Mit einigen Mitstreitern baute er das Geschäftsfeld HRM auf, was anfangs Assessment Center und andere personalberatungsnahe Beratungsleistungen offerierte. Später wurde das Spektrum erweitert um Fragen der HR-Strategie und –organisation sowie der PE-Prozesse und -Instrumente. Aufgrund seines großen Erfolges wurde er 1998 zum Vorsitzenden der Geschäftsführung der Unternehmensberatungstochter ernannt und trat nur ein Jahr später zusätzlich als Geschäftsführer in die Holding-Gesellschaft von Kienbaum ein. Eine kleine Karrieredelle ereilte ihn 2006: Am 6. April berichtete das Manager Magazin, dass überraschenderweise nicht er, sondern der Syndikus Jürgen Kunz zum stellvertretenden Vorsitzenden der Dachgesellschaft neben Jochen Kienbaum ernannt wird.

Als fachlicher Sparringspartner geschätzt - zu den vierzig führenden Köpfen gezählt

Neben seinen vielfältigen Management- und Beratungsaufgaben hat er einiges zu Themen des Personalmanagements veröffentlicht und spricht auf Konferenzen. Walter Jochmann sitzt zudem im Kuratorium der ISM International School of Management und wird seit Jahren zu den 40 führenden Köpfen im Personalwesen vom auflagestarken Personalmagazin geführt. Trotz des immensen Pensums verpasste er es niemals, eine Gratulationsbotschaft auf der Mailbox seiner Mitarbeiter zum Geburtstag zu hinterlassen. Als fachlicher Sparringspartner ist er von seinen Kollegen und Mitarbeitern geschätzt aber auch manchmal aufgrund seiner gedanklichen Präzision gefürchtet. Im persönlichen Vier-Augen-Austausch tritt die menschliche Seite des charismatischen Vortragenden zu Tage. Nachdenklich und bis weilen ein wenig introvertiert wirkt er dann auf seinen Gegenüber. Hinsichtlich seiner Gesundheitsorientierung ist Walter Jochmann ein bemerkenswertes Vorbild. Regelmäßig ist er in den späten Abendstunden im Fitnessstudio oder am Wochenende im Freien beim Waldlauf anzutreffen. Als Ästhet und Liebhaber älterer Zeitmesser umgibt er sich gerne mit ausgesucht schönen Dingen und kleidet sich ein wenig extravakant. 

Es bleibt uns allen nur zu wünschen, dass er auch zukünftig so umtriebig bleibt und wir von Walter Jochmann auch in der neuen Funktion noch viel hören werden. Das Personalwesen in Deutschlands braucht heute mehr denn je Charakterköpfe wie ihn, die Impulse für seine Weiterentwicklung setzen.

(Autor: Dr. Matthias Meifert)

 

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