FT-Ranking: Die besten Master-Programme kommen aus Europa

Die weltweit besten Programme zum Master in Management (MIM) kommen aus Europa. Das zeigt zumindest das neue Ranking der Financial Times. Auf Platz 1 liegt bereits zum neunten Mal die Universität St. Gallen, gefolgt von der HEC Paris. Beste deutsche Schule ist die WHU - Otto Beisheim School of Management auf Platz 20.

Den dritten Platz teilen sich die London Business School und die französische Essec Business School. Rang fünf geht an die ESCP Europe mit ihren Standorten in fünf Ländern, darunter auch einem Campus in Berlin. Das beste nicht-europäische Programm liegt mit der Shanghai Jiao Tong University auf Platz 14. Keine deutsche Schule schaffte den Sprung in die Top 10. Beste deutsche Schule ist die WHU - Otto Beisheim School of Management auf Platz 20. Im Vorjahr lag sie noch auf Platz 16. Die Mannheim Business School büßt gleich zehn Plätze ein und liegt auf Platz 24 gemeinsam mit der HHL Leipzig Graduate School of Management, die sich allerdings um neun Plätze verbessern kann.

Acht deutsche Schulen in der Rangliste

Die Frankfurt School of Finance & Management landet auf Platz 36 und verliert damit acht Plätze. Die Universität zu Köln liegt auf Platz 60 (Vorjahr Platz 63), die TUM School of Management auf Platz 65 (Vorjahr Platz 76). Neueinsteiger ist die ESMT Berlin, die gleich auf Platz 35 kommt. Mit der ESCP Europe sind acht deutsche Schulen in der Rangliste vertreten. Die meisten Platzierungen hat Frankreich mit 25 Schulen. Großbritannien kommt auf 13 Schulen. Der Rest ist recht gemischt. Indien ist mit fünf, China mit vier Schulen vertreten. 

Keine US-Schule im MIM-Ranking

Obwohl es MIM-Programme inzwischen auch an einigen führende US-Schulen gibt, wie an der Kellogg School of Management, der MIT Sloan School of Management und der Yale School of Management, ist keine US-Schule im Ranking vertreten. Das Ranking basiert auf 17 Kriterien. Sieben davon wurden von den Absolventen beantwortet und sie zählen 58 Prozent. Die restlichen zehn Kriterien wurden aus den Daten der Schulen entnommen.

Absurde Verzerrungen durch Kaufkraftparität

Wie bei allen Rankings der Financial Times basiert die Rangliste vor allem auf dem Gehalt. So zählt das aktuelle durchschnittliche Gehalt 20 Prozent, die Gehaltssteigerung mit zehn Prozent. Dabei wird das in US-Dollar umgerechnete Gehalt entsprechend der Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity, kurz PPP) an die lokale Kaufkraft angepasst. Das führt zu teils absurden Verzerrungen, von denen vor allem die Schwellenländer profitieren. Denn für einen Dollar kann man in China oder Indien nun mal mehr kaufen als in der Schweiz. So haben die Absolventen am Indian Institute of Management in Kalkutta (Platz 17) mit 133.378 Dollar das höchste Gehalt. Sieger St. Gallen kommt dagegen nur auf 111.015 Dollar. An der WHU sind es 112.123 Dollar, an der HHL 105.581 Dollar. 

MIM eher wissenschaftlich ausgerichtet

Der MIM ist eine europäische Erfindung. In Deutschland ist er als konsekutiver Studiengang nach einem Bachelor in Wirtschaft quasi der Nachfolger für den bisherigen Diplom-Kaufmann. In Frankreich ersetzt er die bisherigen Grandes-Ecole-Programme. Im Gegensatz zum eher anwendungsorientierten MBA, der ein paar Jahre Berufserfahrung voraussetzt, ist der MIM eher wissenschaftlich ausgerichtet und richtet sich an jüngere Teilnehmer mit keiner oder einer geringen Berufserfahrung. Die Master-Studiengänge stellen zunehmend eine Konkurrenz zum MBA dar, auch weil sie meist deutlich weniger kosten.

Weitere Informationen und das vollständige Ranking finden Sie hier.


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Haufe Online Redaktion
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