FT-Ranking: Die besten Programme für Master in Management

Der Master in Management (MiM) ist eine beliebte Alternative zum Master of Business Administration – vor allem in Europa. Ins neue Ranking der Financial Times haben es insgesamt sieben Hochschulen aus Deutschland geschafft.

Die Universität St. Gallen bietet laut Financial Times das weltweit beste Programm zum Master in Management (MiM) an. Bereits zum elften Mal in Folge belegt die Schweizer Wirtschaftshochschule 2021 den ersten Platz im MiM-Ranking der britischen Tageszeitung – das hat noch keine Hochschule zuvor geschafft. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen die französische Business School HEC Paris und das University College Dublin. Die beste deutsche Schule ist – anders als im Vorjahr - ein Aufsteiger: die ESMT Berlin, die 14 Plätze gut macht und auf Rang zwölf landet.

MiM-Ranking Financial Times: Hochschulen aus Deutschland

Die WHU - Otto Beisheim School of Management rutscht sechs Plätze nach unten, von Platz zwölf auf den 18. Platz – und ist damit hinter der ESMT Berlin nur noch die zweitbeste deutsche Schule im MiM-Ranking. Die Mannheim Business School macht dagegen zwei Plätze gut und belegt Rang 24. Die Frankfurt School of Finance and Management klettert im Ranking sogar fünf Plätze nach oben und erobert Platz 29. Umgekehrt verliert die HHL Leipzig Graduate School of Management und steht auf Platz 27 statt – wie im Vorjahr – auf Platz 23. Während sich die Universität zu Köln nicht mehr im Ranking befindet, taucht die TUM School of Management auf Platz 49 wieder auf. Nimmt man die ESCP Business School (7. Platz) hinzu, die einen Standort in Berlin hat, sind insgesamt sieben deutsche Schulen im Ranking vertreten.

PlatzHochschuleLand

1.

University of St Gallen

Schweiz

2.

HEC Paris

Frankreich

3.

University College Dublin: Smurfit

Irland

4.

London Business School

UK / UAE

5.

Rotterdam School of Management, Erasmus University

Niederlande

6.

Essec Business School

Frankreich

7.ESCP Business Schoolu.a. Deutschland

8.

Stockholm School of Economics

Schweden

9.

Imperial College Business School

UK

9.

Edhec Business School

Frankreich

11.

Global 3: McIntire/Lingnan/Esade

US/China/Spain

12.

ESMT Berlin

Deutschland

18.

WHU - Otto Beisheim School of Management

Deutschland

24.

University of Mannheim

Deutschland

27.

HHL Leipzig Graduate School of Management

Deutschland

29.

Frankfurt School of Finance and Management

Deutschland

49.

Tum School of Management

Deutschland

Angaben ohne Gewähr; Quelle: The Financial Times Ltd 2021

Gehaltszuwachs im Vordergrund

Insgesamt beruht das Ranking auf 17 Kriterien, für die die Financial Times jährlich Alumni befragt und Daten der Hochschulen auswertet. Insgesamt konnten 96 Punkte erreicht werden. Die Rangliste basiert vor allem auf dem Gehalt. Das aktuelle durchschnittliche Gehalt der Alumni macht mit 20 Punkten den größten Teil im Ranking aus, der durchschnittliche Gehaltszuwachs, der Vergleich zwischen dem ersten MiM-Level-Job-Gehalt nach Abschluss mit dem Gehalt drei Jahre nach Abschluss, fällt mit zehn Punkten ins Gewicht. Dabei wird das in US-Dollar umgerechnete Gehalt entsprechend der Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity, kurz PPP) an die lokale Kaufkraft angepasst. Das führt teilweise zu Verzerrungen.

So haben die Master-Absolventen von zwei Hochschulen aus Indien das höchste Gehalt, obwohl sie im Gesamtranking lediglich zwischen Rang 26 und 47 aufgeführt sind. Alumni der Sieger-Universität aus St. Gallen haben dagegen mit 123.999 Dollar nur das dritthöchste Gehalt, mit einem Gehaltszuwachs von 59,63 Prozent. An der ESMT Berlin sind es 95.390 Dollar, an der WHU 116.100 Dollar, wobei hier der Gehaltszuwachs bei 47 Prozent liegt. Trotz der Coronapandemie sind die Gehälter im Gesamtdurchschnitt drei Jahre nach Abschluss leicht gestiegen: von 79.985 Dollar 2020 auf 81.537 Dollar in diesem Jahr.

Traditionelles MBA-Land USA nur zweimal im MiM-Ranking vertreten

Während der praxisnähere MBA oft mehrjährige Berufserfahrung der Studierenden voraussetzt, hat der MiM vergleichsweise mehr wissenschaftliche Elemente und richtet sich vor allem an Bachelorabsolventen, die direkt oder zeitnah das Studium fortsetzen möchten. In den USA herrschte lange die Denkweise vor, dass man nach dem Erststudium das Expertenwissen "by doing" im Job erlangt – und erst Jahre danach seinen Master macht. Der MiM ist dagegen eine europäische Erfindung. Denn in Europa ist es eher üblich, nach dem Bachelor direkt weiterzustudieren. Mehr zum Unterschied zwischen MiM und MBA lesen Sie hier.

Noch immer ist der MiM vor allem eine europäische Angelegenheit: Von den insgesamt 90 gelisteten Schulen kommen 71 aus Europa. Die USA sind lediglich mit drei Programmen im Ranking vertreten, davon machen zwei ein Kooperationsangebot: Die University of San Francisco, die zusammen mit der IQS (Spanien) und der FJU (Taiwan) den "Master in Global Entrepreneurial Management" anbietet, rutscht nach ihrem Aufstieg 2020 auf Platz 19 wieder auf Rang 39 zurück. Die McIntire School of Commerce der University of Virginia liegt im Schulverbund mit der Lingnan University (China) und der Esade Business School (Spanien) auf Rang 11 und macht drei Plätze gut. Nach 2019 stößt auch die Hult International Business School wieder ins Ranking vor und erreicht Platz 48. Die meisten Platzierungen im Ranking hat Frankreich mit 21 Schulen, gefolgt von Großbritannien (13 Schulen).


Das gesamte Ranking 2021 der Financial Times zu den MiM-Programmen finden Sie hier.


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