Ranking: Das sind die besten Master-in-Management-Programme

Der Master in Management (MiM) ist eine beliebte Alternative zum Master of Business Administration – vor allem in Europa. Das drückt sich im neuen Ranking der Financial Times aus. Insgesamt sieben Hochschulen aus Deutschland haben es in das Ranking geschafft.

Die Universität St. Gallen bietet das weltweit beste Programm zum Master in Management (MiM) an. Bereits zum zehnten Mal in Folge belegt die schweizer Wirtschaftshochschule 2020 den ersten Platz im MiM-Ranking der Financial Times. Auf dem zweiten und dritten Platz folgen die beiden französischen Wirtschaftsschulen HEC Paris und Essec. Die beste deutsche Schule ist wie im Vorjahr die WHU – Otto Beisheim School of Management, die acht Plätze gut macht und auf Rang zwölf landet.

Hochschulen aus Deutschland im Master-Ranking der Financial Times

Die HHL Leipzig Graduate School of Management belegt den 23. Platz und ist damit zweitbeste deutsche Schule im MiM-Ranking. Die Mannheim Business School verliert dagegen zwei Plätze und belegt Rang 26. Diesen Platz teilt sie sich mit der ESMT Berlin, die – 2019 zum ersten Mal im Ranking gleich auf Rang 35 gelistet – neun Plätze gut macht. Weitere deutsche Wirtschaftsschulen, die die Financial Times aufführt, sind die Frankfurt School of Finance and Management (34. Platz) und die Universität zu Köln, die elf Plätze verliert und nun auf dem 71. Rang liegt. Nimmt man die ESCP Business School (6. Platz) hinzu, die einen Standort in Berlin hat, sind insgesamt sieben deutsche Schulen im Ranking vertreten. Die TUM School of Management (München) ist dagegen aus dem Ranking gerutscht.

PlatzHochschuleLand
1.University of St GallenSchweiz
2.HEC ParisFrankreich
3.Essec Business SchoolFrankreich
4.London Business SchoolUK / UAE
5.Rotterdam School of ManagementNiederlande
6.ESCP Business Schoolu.a. Deutschland
7.Stockholm School of EconomicsSchweden
8.University College Dublin: SmurfitIrland
9.SDA Bocconi/Università BocconiItalien
10.Imperial College Business SchoolUK
12.WHU – Otto Beisheim School of ManagementDeutschland
23.HHL Leipzig Graduate School of ManagementDeutschland
26.University of MannheimDeutschland
26.ESMT BerlinDeutschland
34.Frankfurt School of Finance and ManagementDeutschland
71.University of CologneDeutschland

Angaben ohne Gewähr; Quelle: The Financial Times Ltd 2020

Gehaltszuwachs bei Master-in-Management-Rangliste im Vordergrund

Insgesamt beruht das Ranking auf 17 Kriterien, für die die Financial Times jährlich Alumni befragt und Daten der Hochschulen auswertet. Die Rangliste basiert vor allem auf dem Gehalt. Das aktuelle durchschnittliche Gehalt der Alumni macht mit 20 Prozent den größten Teil im Ranking aus, der durchschnittliche Gehaltszuwachs drei Jahre nach dem Abschluss fällt mit zehn Prozent ins Gewicht. Dabei wird das in US-Dollar umgerechnete Gehalt entsprechend der Kaufkraftparität (Purchasing Power Parity, kurz PPP) an die lokale Kaufkraft angepasst. Das führt teilweise zu Verzerrungen: So haben die Master-Absolventen von vier Hochschulen aus Indien das höchste Gehalt, obwohl sie im Gesamtranking lediglich zwischen Rang 20 und 36 aufgeführt sind. Alumni der Sieger-Universität aus St. Gallen haben dagegen mit 113.175 Dollar nur das fünfthöchste Gehalt. An der WHU sind es 112.539 Dollar.

Traditionelles MBA-Land USA nur zwei Mal im MiM-Ranking vertreten

Während der praxisnähere MBA oft mehrjährige Berufserfahrung der Studierenden voraussetzt, hat der MiM vergleichsweise mehr wissenschaftliche Elemente und richtet sich vor allem an Bachelorabsolventen, die direkt oder zeitnah weiterstudieren wollen. In den USA herrschte lange die Denkweise vor, dass man nach dem Erststudium das Expertenwissen "by doing" im Job erlangt – und erst Jahre danach seinen Master macht. Der MiM ist dagegen eine europäische Erfindung. Denn in Europa ist es Tradition, nach dem Bachelor direkt weiterzustudieren. Mehr zum Unterschied zwischen MiM und MBA lesen Sie hier.

Obwohl in dieser Hinsicht sowohl in den USA als auch in Europa seit einigen Jahren ein Umdenken stattfindet, bildet das Ranking der Financial Times diese Tendenz weiterhin ab. Von den insgesamt 90 gelisteten Schulen kommen 71 aus Europa. Die USA sind lediglich zwei Mal im Ranking vertreten, jeweils in Verbünden von Schulen: Die University of San Francisco, die zusammen mit der IQS (Spanien) und der FJU (Taiwan) den "Master in Global Entrepreneurial Management" anbietet, belegt im Ranking den 19. Platz. Die McIntire School of Commerce der University of Virginia – 2019 noch nicht im Ranking vertreten – liegt im Schulverbund mit der Lingnan University (China) und der Esade Business School (Spanien) auf Rang 14. Die insgesamt meisten Platzierungen im Ranking hat Frankreich mit 21 Schulen, gefolgt von Großbritannien (14 Schulen).


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Schlagworte zum Thema:  MBA, Studium, Personalentwicklung