| Personalszene

Fachkräftelücke in Technik und Naturwissenschaft wächst rasant

Der Mangel an Mathematikern, Informatikern, Naturwissenschaftlern und Technikern steigt unaufhörlich. Im Oktober fehlten den Unternehmen rund 167.000 solcher Fachkräfte. Im Juli waren es noch 154.500, geht aus dem aktuellen MINT-Report 2011 des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) hervor.

Die Fachkräftelücke ergibt sich aus den bundesweit 240.000 offenen Stellen und knapp 74.000 arbeitslos gemeldeten Experten. Insgesamt habe sich laut dem IW der Fachkräftemangel im MINT-Bereich seit Jahresbeginn um 73 Prozent erhöht. Auch künftig sei mit einem steigenden Bedarf an MINT-Fachkräften zu rechnen, so IW-Direktor Michael Hüther.

Gabriele Sons, Hauptgeschäftsführerin von Gesamtmetall, betont, dass vor allem kleine und mittlere Unternehmen vom MINT-Mangel betroffen seien. Diese bräuchten „gezielte Unterstützung“.

 

Kein Grund für Alarmismus

Laut "Spiegel Online" sei Alarmismus aber nicht angebracht: Joachim Möller, Direktor des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung sähe beispielsweise einen akuten Mangel lediglich bei Ärzten, Flugzeugmechanikern und Krankenschwestern - nicht aber pauschal in allen MINT-Berufen. Kritik hagelt es auch von Karl Brenke vom Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW). Mit den verwendeten Zahlen der Arbeitsagenturen lasse sich der tatsächliche Bedarf der Wirtschaft nicht ermitteln, zitiert ihn "Spiegel Online". Brenke kritisiert dabei vor allem, dass das IW diese Zahlen noch weiter hochgerechnet, um auch freie Stellen zu berücksichtigen, die nicht den Arbeitsagenturen gemeldet werden.

Aktuell

Meistgelesen