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Startup Iversity meldet Insolvenz an

Steht die MOOC-Plattform Iversity vor dem Aus?
Bild: Haufe Online Redaktion

Eine geplatzte Zwischenfinanzierung hat für das E-Learning-Startup Iversity schwerwiegende Folgen. Es musste Insolvenz anmelden. Dennoch soll ein Teil des Geschäfts weiter laufen.

Noch auf der Learntec im Januar war man bei dem aus Bernau in Brandenburg stammenden Startup guten Mutes. Besonders das Geschäft mit Unternehmenskunden entwickle sich erfolgreich, hieß es auf dem Stand von Iversity. Jetzt sieht die Zukunft weniger rosig aus, denn der größte Teil der 24 Mitarbeiter muss laut erster Meldungen das Unternehmen verlassen.

Für ein Kernteam geht es weiter

Weiter gearbeitet werden soll mit einem Kernteam von nur noch rund vier Mitarbeitern. Zu den Investoren, die bereits eine siebenstellige Summe in das 2008 gegründete Unternehmen gesteckt haben, gehören T-Venture und der Venture Capitalist bmp. Laut aktueller Meldungen könnten diese aktuell kein Geld nachschießen. Die Weiterführung des Geschäfts soll jetzt ein Management-Buyout gewährleisten.

Bekannt wurde Iversity als MOOC-Plattform und durch seinen Gründer Johannes Klöpper, der bereits 2014 als Mitglied der Jugendorganisation des World Economic Forum nominiert wurde. Das Geschäftsmodell basiert auf der Zusammenarbeit mit Wirtschaftsunternehmen und Hochschulen. Iversity produziert in ihrem Auftrag Online-Kurse, die dann als MOOC oder Professionell-Kurs auf die Plattform gestellt und gegen Gebühr oder auch kostenlos von Einzelpersonen oder ganzen Unternehmen gebucht werden können. Für einige Kunden, zu denen unter anderem die Deutsche Bahn, Hermes oder L’Oréal gehören, ging es dabei auch darum, eigene Themen einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu machen. Unter anderem ging es dabei um Predictive Analytics im Handel und Digital Marketing Leadership, den Klimawandel oder Corporate Digital Learning.

 

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