In der Bildergalerie können Sie ein Kurzporträt mit Begründung für die Auszeichnung über alle 43 Preisträger lesen. Bild: Personalmagazin

Wer sind die Meinungsbildner in HR? Wer macht vorbildliche Personalarbeit? Klare Antworten hierzu gibt das Personalmagazin, das bereits zum achten Mal die "40 führenden HR-Köpfe" ernannt hat. Bei einem festlichen Gala-Dinner wurden die Auszeichnungen nun übergeben.

Ein geschichtsträchtiger Ort war Schauplatz für die Auszeichnung der "40 führenden HR-Köpfe": In die Berliner Axica mit Blick auf die Reichstagskuppel hatte das Personalmagazin die Preisträger geladen. Von den insgesamt 43 Ausgezeichneten (40 HR-Köpfe und drei neue Ausgezeichnete in der "HR Hall of Fame") waren 33 der Einladung gefolgt. Die Ausgezeichneten nahmen ihre Preise - in diesem Jahr künstlerisch gestaltete Porträts - mit viel Freude und teils sehr berührt entgegen.

In der Bildergalerie können Sie ein Kurzporträt mit Begründung für die Auszeichnung zu allen 43 Preisträgern lesen.

Dies sind die 40 führenden HR-Köpfe 2017

Zu den ausgezeichneten Managern gehören:

Die Manager: Stefan Ries, Gunther Olesch, Christoph Kübel, Roland Hehn, Ursula Schütze-Kreilkamp, Rupert Felder, Frauke von Polier und Personalmagazin-Herausgeber Reiner Straub (von links) Bild: Haufe Fotoagentur Fox

Zu den ausgezeichneten Wissenschaftlern gehören:

Die Wissenschaftler: Martin Henssler, Stephan Fischer, Rüdiger Kabst, Heike Bruch, Gregor Thüsing, Uwe Kanning, Martin Kersting, Jutta Rump, Personalmagazin-Herausgeber Reiner Straub und Ulrich Preis (von links) Bild: Haufe Fotoagentur Fox

Zu den ausgezeichneten Beratern gehören:

Die Berater: Alexander Zumkeller, Simon Werther, Walter Jochmann, Michael Kramarsch, Stephan Grabmeier, Kai Anderson, Katharina Heuer, André Häusling, Elke Eller, Björn Gaul, Matthias Meifert, Rainer Strack und Personalmagazin-Herausgeber Reiner Straub (von links) Bild: Haufe Fotoagentur Fox

Die HR Hall of Fame

In unserer "HR Hall of Fame" zeichnen wir Personen für ihr Lebenswerk aus. Sie haben alle deutliche Spuren in der HR-Welt hinterlassen. Wir verstehen das als besondere Auszeichnung für eine bestimmte Lebensphase – nicht als Abschluss des beruflichen Wirkens.

In diesem Jahr nehmen wir die folgenden HR-Persönlichkeiten in die "HR Hall of Fame" auf:

Die Hall of Fame: Ulrich Weber (2. von links), Wolfgang Jäger (Mitte) und Margret Suckale mit Haufe-Geschäftsführer Joachim Rotzinger (links) und Personalmagazin-Herausgeber Reiner Straub (rechts) Bild: Haufe Fotoagentur Fox

Auswahlverfahren und Kriterien

Im Sommer haben wir unsere Leser aufgerufen, uns Kandidaten zu nennen. Über die Social-Media-Kanäle und unser Postfach gingen zahlreiche Vorschläge ein, die wir auf unsere interne Nominierungsliste setzten. Zusätzlich hat die Redaktion die Siegerlisten von HR-Wettbewerben durchforstet, die Personalvorstände der 100 größten Unternehmen unter die Lupe genommen, Forschungsrankings gesichtet und sich aktiv im Markt umgehört. Sieben Redakteure haben die so entstandene Liste von 100 Nominierten durchgecheckt, auf Grundlage unserer Kriterien:

  • Exzellenz im Fachgebiet
  • Einfluss auf Meinungsbildung in HR
  • Promotor eines Themas
  • Machtfaktor in der Branche

Maßgeblich für die Beurteilung war das Wirken in den vergangenen zwei Jahren. Wir haben zu allen Nominierten recherchiert, unzählige Gespräche geführt und am Ende in der Redaktionskonferenz über jede Person so lange getagt, bis weißer Rauch aufsteigen konnte. Bei den allermeisten gab es Konsens, bei einigen wenigen mussten wir per Mehrheitsentscheid abstimmen. 

Die schwierigste Entscheidung

Die härteste Diskussion in der Redaktion gab es um die Frage, wie wir mit dem eigenen Unternehmen umgehen. Die Leser hatten uns beispielsweise Stephan Grabmeier vorgeschlagen. Hat das ein "Gschmäckle", wenn wir jemand aus dem eigenen Haus auszeichnen? Wir haben lange debattiert und schließlich entschieden, dass es Ausdruck der Unabhängigkeit unserer Redaktion ist, auch einen Haufe-
Mitarbeiter auszuzeichnen. Stephan Grabmeier kam aufgrund seines außergewöhnlichen Wirkens in der HR-Szene auf die Liste – genauso wie die anderen 39 Köpfe – und das noch bevor er bekannt gab, Haufe verlassen zu wollen.

Der Ober sticht den Unter

Eine zweite, heikle Debatte in der Redaktion drehte sich darum, wie wir mit hierarchischen Fragen umgehen. Laut unseren Regeln zeichnen wir nur einen Vertreter pro Unternehmen aus. Doch damit müssen wir uns oft zwischen Innovationstreibern der zweiten oder dritten Ebene und den hierarchisch übergeordneten Personalmanagern entscheiden. Das Ergebnis unserer Debatte: In der Regel ist es an der hierarchisch höheren Führungskraft, die nötigen Freiräume für Experimente zu schaffen. Sprich: Auf den darunter stehenden Ebenen kann keine Innovation entstehen, wenn dies nicht von oben zugelassen wird. Aufgrund dieser Bewertung haben wir uns auch für Ariane Reinhart, Personalvorstand der Contintental AG, und gegen den öffentlich sehr präsenten Harald Schirmer, Manager Digital Transformation bei Continental, entschieden.

Die Aufteilung der Kategorien

Im Mittelpunkt des HR-Geschehens stehen die Manager. Sie treffen die großen Entscheidungen und verteilen Geld. Doch die Manager sind in ein Ökosystem eingebunden, das wir ebenfalls abbilden wollen. Darum führen wir neben der Kategorie "Manager" auch die Kategorie "Wissenschaft". Dafür haben wir nach Hochschullehrern gesucht, die den Nachwuchs ausbilden und mit der Praxis zusammenarbeiten. In der Kategorie "HR-Beratung" haben wir mehrere Gruppen zusammengefasst: Erstens klassische HR-Berater, die mit ihren Studien und Projekten Trends mitbestimmen. Zweitens Verbandsvertreter, die mit ihren Events Agenda­setting betreiben. Drittens Anwälte, die Einfluss auf Gesetzgebung und Rechtsprechung ausüben. "Juristen" als eigene Kategorie haben wir aufgelöst und den drei Kategorien zugeordnet.

33 Prozent Neue, 28 Prozent Frauen

Wir haben keine 40 neuen Köpfe ausgewählt, aber jeder musste sich erneut der Prüfung stellen. Es wäre nicht schwer gewesen, 40 "Neue" zu finden, aber unfair, alle "Alten" von der Liste zu streichen. Das hätte nicht unserem Anspruch entsprochen, die Besten zu versammeln. 33 Prozent der Ausgezeichneten sind neu dabei, wir finden das einen guten Schnitt. Bei den Managern liegt die Erneuerungsquote bei 54 Prozent. Weniger Wechsel gibt es bei den Beratern (21 Prozent neu) und noch weniger bei den Wissenschaftlern (15 Prozent neu).
Eine fixe Frauenquote haben wir nicht. Am Ende kommen wir auf einen Frauenanteil unter den Preisträgern von 28 Prozent. Bei den Managern ist der Anteil am deutlichsten gestiegen, auf 38 Prozent. In Beratung und Wissenschaft haben wir deutlich weniger Frauen gefunden, die unseren Auswahlkriterien entsprechen. Wir hoffen, dass sich die Situation in den nächsten Jahren ändert.

Schmerzlicher Abschied

Wenn wir neue Leute auf die 40er-Liste nehmen, müssen alte weichen. Das ist schmerzlich - besonders,  wenn wir diese gut kennen. Unter den Managern sind nun nicht mehr dabei: Die BVG-Vorsitzende Sigrid Nikutta, von der zu wenig neue HR-Impulse kamen; Henkel-Personalvorstand Kathrin Menges, die öffentlich in den vergangenen beiden Jahren kaum wahrnehmbar war; Elke Frank, die nach ihrem Wechsel zur Telekom den Platz für Christian Illek freimachen musste.
Unter den Wissenschaftlern sind nicht mehr dabei: Der Organisationssoziologe Stefan Kühl, dessen Einfluss auf die HR-Diskussion zurückging; die Darmstädter HR-Marketingexpertin Ruth Stock-Homburg und der Arbeitsrechtler Frank Maschmann, die für uns zu wenig Impulse für die HR-Szene setzten.
Unter den Beratern sind nicht mehr dabei: Die BAG-Vorsitzende Ingrid Schmidt verlor ihren Platz durch die Neuordnung unserer Kategorien; bei Roland Wolf und Stefan Wolf fehlten uns neue Impulse; das gilt auch für Professor Christoph Beck, der seine Pole­position im Recruiting verlor.

Wer in den vergangenen Jahren bei den 40 führenden HR-Köpfen ausgezeichnet wurde, können Sie hier nachlesen.

Hier geht's zur Bilderserie "Die 40 führenden HR-Köpfe 2017"

Schlagworte zum Thema:  40 führende Köpfe im Personalwesen

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