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DGFP-Geschäftsführer: "Wir haben Gewicht"

Am 8. und 9. Juni findet der DGFP-Kongress in Wiesbaden statt. Zur 19. Auflage hat die Deutsche Gesellschaft für Personalführung einige Neuerungen zu bieten. Im Interview erklärt der Geschäftsführer Gerold Frick, wie der Verband nun ins Kräftemessen mit anderen Veranstaltungen geht.

personalmagazin: Personaler haben dieses Jahr besonders viel Auswahl an Kongressen, Tagungen und Veranstaltungen: Einige florierende Messen, der noch junge Kongress des Bundesverbands der Personalmanager, das Zukunftsforum der HR-Alliance und viele weitere Events locken. Macht Sie das nervös?

Gerold Frick: Nein, überhaupt nicht. Wir sehen uns als Leitveranstaltung. Bei uns spricht, wer etwas zu sagen hat. Wissen Sie, unsere 2.000 Firmenmitglieder stehen für 43.000 Personalmanager in Deutschland. Die wiederum managen elf Prozent der Erwerbsbevölkerung. Das verleiht uns Gewicht.

 

personalmagazin: Ihr Thema lautet dieses Jahr "Personalmanagement integriert". Was wollen Sie damit ausdrücken?

Frick: Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen ist ja eine viel diskutierte gesamtgesellschaftliche Herausforderung. Die greifen wir auf und fragen, was sie für das Personalmanagement bedeutet. Denn Vielfalt fordert ja auch uns in unserer Arbeit. Unsere Lösungen müssen individuell und standardisiert zugleich sein, Sicherheit bieten und Anpassung ermöglichen. Hier kann sich das Personalwesen richtig beweisen.

 

personalmagazin: Integration scheint auch das Motto bei der Konzeption der Veranstaltung gewesen zu sein. Erstmals verzahnen Sie eng Kongress und Messe, Bereiche, die früher eher parallel nebeneinander bestanden.

Frick: Nun, Innovation kommt von Weiterdenken. Und diese Verzahnung mündet in ein völlig neues Format in unserer Kongress- und Messelandschaft. Kongressforen werden auf der Messe fortgesetzt und vertieft, Messebesucher können wiederum einzelne Foren des Kongresses bequem über das Internet dazubuchen. Das wird beiden Bereichen zugute kommen.

 

personalmagazin: Was sonst bieten Sie, was einen Besuch lohnt?

Frick: Natürlich haben wir wie immer spannende Themen und hervorragende Referenten. Besonders attraktiv ist aber auch unser in die Messe integriertes Forum Networking, das umfangreiche Gelegenheiten bietet, sich auszutauschen und Kontakte zu schließen: Sei es in vor Ort stattfindenden Erfa-Gruppen, in einem Präsenztreffen unserer Xing-Gruppe oder im Event des Young-Professional-Network.

 

personalmagazin: Ist er das, der frische Wind, den Sie versprachen, als Sie den Geschäftsführerposten vor gut drei Jahren antraten?

Frick: Ich denke, ja. Unser ganzes Erscheinungsbild ist ja jetzt frischer und lockerer. Da heben wir uns nun von gängigen Infoflyern ab.

 

personalmagazin: Sind Sie damit am Ziel Ihrer Roadmap zur Auffrischung der Fachorganisation?

Frick: Der Kongress war in der Tat der letzte Meilenstein, als es darum ging, das Erscheinungsbild auszurollen. Aber jetzt geht es darum, in allen Bereichen Fahrt aufzunehmen und zu beweisen, dass wir das Richtige tun. Da bin ich aber sehr zuversichtlich. Denn unsere Mischung aus Netzwerk, Qualifizierung, HR-Wissen und firmenindividueller Beratung ist einzigartig und wird nachgefragt.

 

personalmagazin: Dann spüren Sie schon positive Auswirkungen?

Frick: Die Signale, die wir bekommen, sind vielversprechend und ermutigend. Ich bin sicher, dass Kongress und Messe auf große Aufmerksamkeit stoßen und gut besucht werden.

 

Prof. Gerold Frick
ist Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für Personalführung (DGFP). Er leitet die Fachorganisation seit Januar 2008.

 

Das Interview führte Randolf Jessl.

 

Weitere Informationen zur Messe finden Sie im Personalmagazin, Ausgabe 5/2011.

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