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| Preisverleihung

Fünf Arbeitgeber für Inklusion behinderter Menschen ausgezeichnet

Auszeichnung für die vorbildliche Arbeit mit behinderten Menschen vergeben.
Bild: Antidiskriminierungsstelle / Fara Phoebe Zetzsche

Als SAP und Vodafone verkündet haben, Menschen mit autistischem Syndrom einzustellen, waren die Schlagzeilen groß. Doch auch andere Unternehmen beschäftigen in vorbildlicher Weise behinderte Mitarbeiter. Fünf Arbeitgeber wurden dafür nun ausgezeichnet.

Der "Inklusionspreis 2013 für Unternehmen" ist ein vom Unternehmensforum ausgelobter Preis und wird in diesem Jahr gemeinsam mit der Antidiskriminierungsstelle des Bundes und der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände vergeben. Er prämiert beispielhaftes Engagement in der Ausbildung und Beschäftigung von Menschen mit Handicap. 

Insgesamt fünf Unternehmen erhielten den Preis: In der Kategorie "Großes Unternehmen" wurde Volkswagen für sein vorbildliches Engagement gewürdigt. Besonders das Integrationsmanagement und die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention beeindruckte die Juroren. "Volkswagen hat alles, was man sich an inklusivem Engagement von einem Großunternehmen und fairen Arbeitgeber wünscht", so ihr einhelliges Votum.

Spezifische Maßnahmen für Ausbildung und Arbeitsplatzgestaltung geschaffen

Ebenfalls ausgezeichnet wurde der Flughafen München, der mit einer Beschäftigungsquote von elf Prozent seine nachhaltigen Inklusionsaktivitäten unterstreicht. Er überzeugte in der Kategorie "Mittelgroßes Unternehmen" vor allem durch die Ausbildung junger Menschen mit geistiger Behinderung.

In der Kategorie "Öffentliches Unternehmen" erhielten die Berliner Stadtreinigungsbetriebe den Preis für Maßnahmen zur Weiterbeschäftigung leistungsgewandelter Mitarbeiter: Externe Aufträge wurden nach innen verlagert, um behindertenspezifische Arbeitsplätze anbieten zu können.

Der Biomarkt Geist  aus dem baden-württembergischen Öhringen erhielt als überzeugendster "Kleinbetrieb" die Auszeichnung. Gleich drei junge Frauen mit Mehrfachbehinderungen bedienen hier die Kunden.

Für ihr "Besonderes Engagement" wurde zudem der RO/SE Blechverarbeitung aus dem bayerischen Bad Birnbach der Inklusionspreis verliehen. Dank des persönlichen Engagements des Inhabers haben fast 60 Prozent der Beschäftigten eine Behinderung - darunter auch viele leitende Kräfte.

Antidiskriminierungsbeauftragte betont den Nutzen

"All diese Beispiele machen deutlich: Inklusion ist nicht nur möglich. Sie ist auch höchst sinnvoll und nutzt den Beschäftigten und den Unternehmen", sagte die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Christine Lüders, bei der Verleihung des Preises im Berliner Haus der Wirtschaft. "Wer Inklusion lebt, gewinnt. Vielfältige Teams sind kreativer. Sie schaffen ein besseres Betriebsklima und sichern den Ruf des Unternehmens als attraktiver Arbeitgeber", sagte Lüders.

Haufe Online Redaktion

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