17.11.2011 | Personalszene

Arbeitsplatz-Klima: Arbeitsmoral spaltet Generationen

Die Zusammenarbeit mit Kollegen verschiedener Generationen funktioniert nicht immer reibungslos: Unterschiede in der Arbeitsmoral etwa sind eine Hürde. Doch die Konstellation birgt auch Potenziale, wie eine Robert Half-Studie zeigt.

So ist etwa die Bandbreite an Fachwissen für Schweizer (43 Prozent) und österreichische (47 Prozent) HR- und Finanzmanager der größte Vorteil in der altersübergreifenden Zusammenarbeit. Fach- und Führungskräfte in Deutschland schätzen primär die facettenreichen Standpunkte, die in die Zusammenarbeit einfließen (43 Prozent).

Aufgrund unterschiedlicher Denkweisen und Verhaltensmuster der Babyboomer (geboren 1946 bis 1964: erfolgreich, liberal) sowie der Generationen X (1965 bis 1978: ambitioniert, individualistisch, ehrgeizig) und Y (1979 bis 1999: ichbezogen, technologieaffin) ist gegenseitige Toleranz und das miteinander Sprechen am Arbeitsplatz sehr wichtig.

"So beeinflussen alle selbst, ob der Generationenmix ein Potenzial oder eine Herausforderung darstellt“, sagt Sven Hennige, Managing Director Central Europe von Robert Half International. Daneben können Vorgesetzte das Verständnis im Team durch gemeinsame Unternehmungen stärken, bei denen sich die Mitarbeiter von der privaten Seite kennenlernen können, ermittelte Personaldienstleiser Robert Half im Rahmen seiner Studie Workplace Survey.

 

Einstellung zur Work-Life-Balance als größte Herausforderung

Ein Drittel der Personal- und Finanzexperten in Deutschland, Österreich und der Schweiz sehen die Einstellung zur Work-Life-Balance als größte Herausforderung.

Insbesondere Babyboomer in Österreich und der Schweiz sowie die Generation X in Deutschland haben Schwierigkeiten mit der Arbeitseinstellung der nicht-gleichaltrigen Kollegen. Die Generation Y sieht am wenigsten Reibungspunkte aufgrund differierender Meinungen hinsichtlich der Work-Life-Balance.

Ein weiteres Hindernis für einen harmonischen Arbeitsablauf ist für fast jeden fünften Experten ein voneinander abweichender Kommunikationsstil. Insbesondere die Generation Y meint, nicht die Sprache der älteren Kollegen zu sprechen.

 

Über die Studie

Robert Half befragte 2.400 HR- und Finance-Manager in Österreich, Belgien, Brasilien, der Tschechischen Republik, Frankreich, Deutschland, Italien, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz und den Vereinigten Arabischen Emiraten. Ziel der Studie war es, Genaueres über Karrierevorstellungen der verschiedenen Generationen zu erfahren. Die Befragungen für die Studie fanden in der zweiten Jahreshälfte 2010 statt.

Aktuell

Meistgelesen