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Arbeitsmarktbarometer: Anfang 2011 verstärkt Neueinstellungen

Auch im neuen Jahr hält die positiven Stimmung am deutschen Arbeitsmarkt an. Nach dem neuen Arbeitsmarktbarometer des Personaldienstleisters Manpower für die ersten drei Monate des Jahres 2011 bleiben die Arbeitgeber zum fünften Mal in Folge einstellungsbereit.

Für das erste Quartal 2011 planen 13 Prozent der Unternehmen Neueinstellungen und nur sechs Prozent Entlassungen. Der um saisonale Schwankungen bereinigte Netto-Beschäftigungsausblick fällt damit zum fünften Mal in Folge positiv aus und erreicht respektable elf Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr legt der Netto-Beschäftigungsausblick um sechs Prozentpunkte und im Vergleich zum Vorquartal noch einmal um vier Prozentpunkte zu.

Laut Arbeitsmarktbarometer verbuchen acht von neun erfassten Wirtschaftszweigen für die Monate Januar bis März 2011 positive Werte. Mit +17 Prozent verzeichnen Arbeitgeber im Bereich Finanzen und Dienstleistungen die stärkste Absicht, Personal einzustellen. Es folgen die Arbeitgeber im Bereich öffentliche Hand und Soziales (+15 Prozent).

Ebenfalls optimistisch hinsichtlich ihrer Personalpläne sind die Arbeitgeber im Bereich Handel und Gastgewerbe (+9 Prozent), im Baugewerbe (+5 Prozent), in der Landwirtschaft sowie im Bereich Transport und Kommunikation (je +4 Prozent). Der einzige negative Wert entfällt auf den Bergbau (-4 Prozent).

 

Regionale Verteilung: Frankfurt mit stärkstem Ausblick

Personalentscheider im Banken- und Finanzzentrum Frankfurt zeigen mit deutlichen +15 Prozent die höchste Bereitschaft, zusätzliches Personal unter Vertrag zu nehmen. Ihnen folgen die Kollegen in München und im Ruhrgebiet mit jeweils optimistischen +10 Prozent. Für das Ruhrgebiet bedeutet dies im Vergleich zum vierten Quartal 2010 einen Sprung von 8 Prozentpunkten.

Süd- und Norddeutschland verzeichnen moderate +9 Prozent bzw. +8 Prozent. In Ostdeutschland verbessern sich die Aussichten für Bewerber leicht; der Ausblick erreicht einen Wert von +4 Prozent.

Im Jahresvergleich steigt die Einstellungsbereitschaft in sieben von acht Regionen, am stärksten (um 17 Prozentpunkte) in München. Der Ausblick für Frankfurt legt zehn Prozentpunkte zu. In Süd- und Norddeutschland steigt der Wert um je acht Prozentpunkte.

 

Jetzt ist langfristige Personalplanung angesagt

Das Wirtschaftswachstum stelle die Arbeitgeber künftig vor die Herausforderung, genügend und vor allem Mitarbeiter mit den passenden Qualifikationen zu bekommen, so Vera Calasan, Geschäftsführerin von Manpower Deutschland. "Der einzige Weg, den Aufschwung dauerhaft zu sichern, ist dieser, qualifizierte Mitarbeiter zu finden", so Calasan. Um den Bedarf zu decken, müsse "frühzeitig eine weitsichtige strategische Personalplanung initiiert werden". Die Konzeption sollte sämtliche Aspekte – von der Bedarfsanalyse über die strukturierte Suche bis hin zum Talent Management – umfassen.

 

Unterstützung für den Mittelstand mit neuer Initiative

Bundesweit profitiert der Mittelstand zwar besonders vom Aufschwung, er wird aber den Fachkräftemangel noch deutlicher spüren als Großunternehmen und Konzerne. Manpower hat daher im Rahmen seiner Offensive Mittelstand die Aktion „Der Mittelstands macht’s“ gestartet und ein Fünf-Punkte-Programm entwickelt. Es liefert Mittelständlern Orientierung und Selbsteinschätzung und bietet später die Möglichkeit, erfolgreiche Personalrecruiting-Konzepte für einen Förderpreis einzureichen.

 

Ausblick international

Dem Manpower Arbeitsmarktbarometer für das erste Quartal 2011 liegen Angaben von Arbeitgebern aus 39 Ländern und Regionen zugrunde. In 32 sind die Arbeitgeber bereit, den Personalbestand auszubauen. Die stärkste Einstellungsbereitschaft weltweit besteht in Indien, China, Taiwan, Brasilien und in der Türkei. Griechenland, die Tschechische Republik, Österreich und Irland weisen die niedrigsten Werte auf.

 

Das nächste Manpower Arbeitsmarktbarometer erscheint am 8. März 2011 mit dem Ausblick auf das zweite Quartal 2011.

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