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Arbeitskräftebedarf so hoch wie nie

Die Nachfrage nach Arbeitskräften bleibt auf hohem Niveau. Die gemeldeten Arbeitsstellen haben sich im August saisonbereinigt weiter leicht um 5.000 erhöht, geht aus Berichten der Bundesagentur für Arbeit (BA) in Nürnberg hervor.

cht saisonbereinigt belief sich der Bestand im August auf 497.000 Arbeitsstellen, was einen Anstieg von 100.000 gegenüber dem Vorjahr bedeutet. Allgemein bildet der Stellenindex der BA, der BA-X, die saisonbereinigte Entwicklung der Arbeitskräftenachfrage am ersten Arbeitsmarkt ab. Von Juli auf August hat er sich um fünf auf 170 Punkte erhöht. Gegenüber dem Vorjahr ist er damit um 28 Punkte gestiegen.

 

Unternehmen setzen stärker auf Ausbildung

Die Daten zum Ausbildungsstellenmarkt signalisieren weiterhin eine Verbesserung der Chancen für die Bewerber. Im Zeitraum Oktober 2010 bis August 2011 wurden der Ausbildungsvermittlung der BA insgesamt 494.100 Ausbildungsstellen gemeldet, 48.200 mehr als im Vorjahreszeitraum. Zu diesem deutlichen Anstieg beigetragen haben die gute konjunkturelle Lage und das Interesse der Betriebe, sich den eigenen Fachkräftenachwuchs durch Ausbildung zu sichern.

 

Mehr Ausbildungsverträge als im Vorjahr

Denn der Anstieg bis August 2011 geht allein auf ein Plus bei den betrieblichen Berufsausbildungsstellen zurück (+48.800 auf 467.300; außerbetriebliche: -600 auf 26.800). Dies spiegelt sich auch in den Zahlen zu den neu abgeschlossenen Ausbildungsverträgen wider: Sowohl vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag als auch vom Zentralverband des Deutschen Handwerks wurden bis Ende Juli mehr neue Ausbildungsverträge gemeldet als im Vorjahr.

 

Mehr unbesetzte Ausbildungsplätze als unversorgte Bewerber

Die Zahl der noch unbesetzten Ausbildungsstellen lag im August mit 91.400 um 21.100 über dem Vorjahreswert. Als noch unversorgt zählten im August 88.300 Bewerber, 9.500 weniger als im Vorjahr. Ausgehend von den Erfahrungen vergangener Jahre wird sich die Lücke bis zum Ende des Berufsberatungsjahres weiter schließen. Dabei werden wohl mehr Ausbildungsplätze unbesetzt bleiben als Bewerber unversorgt.

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