28.09.2010 | Personalszene

Aktionstage zum Kampf gegen Fachkräftemangel

Die strategische Bekämpfung des Fachkräftemangels in den Unternehmen ist Ziel des Modellprojekts "Strategie für die Zukunft – lebensphasenorientierte Personalpolitik", an dem elf Unternehmen seit April 2009 unter Schirmherrschaft des Wirtschaftsministeriums in Rheinland-Pfalz teilnehmen. In Aktionstagen werden derzeit die ersten Ergebnisse vorgestellt.

"15.000 Erfahrungsjahre gehen bei uns pro Jahr aus dem Werk"  - mit dieser Aussage zeigte Dr. Harald Schwager, Mitglied des Vorstands der BASF SE und Arbeitsdirektor, beim ersten Aktionstag die Notwendigkeit der Unternehmen, an neuen Strategien zur Bewältigung des demographischen Wandels zu arbeiten. Mehr als hundert Unternehmen waren bereits am ersten der vier Aktionstage in das Besucherzentrum der BASF SE in Ludwigshafen gekommen, um sich direkt bei den teilnehmenden Betrieben über die ersten Umsetzungsergebnisse und Erfahrungen zu informieren.

 

Enge Zusammenarbeit zur Lösung des Fachkräftemangels

"Das Besondere an diesem Projekt ist die enge, zielorientierte und sehr effiziente Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Politik und Wissenschaft bei der Lösung des Problems Fachkräftemangel mit allen seinen Facetten", so Professor Jutta Rump, wissenschaftliche Projektleiterin und Geschäftsführerin des IBE in Ludwigshafen.

Die Themen der elf Betriebe unterschiedlicher Größe und Branchen orientieren sich an den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt wie alternde Gesellschaft, Veränderungsgeschwindigkeit, Wertewandel oder Globalisierung. Entwickelt werden speziell auf die Anforderungen der einzelnen Unternehmen zugeschnittene Konzepte und konkrete Maßnahmen. Erstmals, so betont Rump, werde dabei nicht nur der Lebenshintergrund der Mitarbeiter, sondern auch der Arbeitshintergrund betrachtet. Bearbeitet werden unter anderem die Projektthemen Beruf- und Familie, Wiedereinstieg, lebenslanges Lernen, Stellenneu- und -umbesetzung, Qualifizierung der Führungskräfte, Kompetenz- und Laufbahnentwicklung, Wissenstransfer und strukturierte Nachfolgeplanung sowie ein Con-trollingsystem für lebensphasenorientierte Maßnahmen.

Die Ergebnisse der Projektgruppe werden in der Praxis erprobt, ausgewertet und sollen Anfang nächsten Jahres in Form von herunterladbaren Online-Instrumenten den Unternehmen zur Verfügung gestellt werden.

Weitere Modellbetriebe stellen sich gemeinsam mit den Initiatoren am  28. September in Koblenz, am 29. in Mainz und am 30. September in Bitburg vor. Weitere Info: www.lebensphasenorientierte-personalpolitik.de

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