(1)[1] 1Langzeitarbeitslose sind Arbeitslose, die ein Jahr und länger arbeitslos sind. 2Die Teilnahme an einer Maßnahme nach § 45 sowie Zeiten einer Erkrankung oder sonstiger Nicht-Erwerbstätigkeit bis zu sechs Wochen unterbrechen die Dauer der Arbeitslosigkeit nicht.

 

(2) Für Leistungen, die Langzeitarbeitslosigkeit voraussetzen, bleiben folgende Unterbrechungen der Arbeitslosigkeit innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren unberücksichtigt:

 

1.

Zeiten einer Maßnahme der aktiven Arbeitsförderung oder zur Eingliederung in Arbeit nach dem Zweiten Buch,

 

2.

Zeiten einer Krankheit, einer Pflegebedürftigkeit oder eines Beschäftigungsverbots nach dem Mutterschutzgesetz,

 

3.

Zeiten der Betreuung und Erziehung aufsichtsbedürftiger Kinder oder der Betreuung pflegebedürftiger Personen[2],

 

4.

[3]Zeiten eines Integrationskurses nach § 43 des Aufenthaltsgesetzes oder einer berufsbezogenen Deutschsprachförderung nach § 45a des Aufenthaltsgesetzes sowie Zeiten einer Maßnahme, die für die Feststellung der Gleichwertigkeit der im Ausland erworbenen Berufsqualifikation mit einer inländischen Berufsqualifikation, für die Erteilung der Befugnis zur Berufsausübung oder für die Erteilung der Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung erforderlich ist,

 

5[4].

Beschäftigungen oder selbständige Tätigkeiten bis zu einer Dauer von insgesamt sechs Monaten,

 

6[5].

Zeiten, in denen eine Beschäftigung rechtlich nicht möglich war, und

 

7[6].

kurze Unterbrechungen der Arbeitslosigkeit ohne Nachweis.

 

(3) Ergibt sich der Sachverhalt einer unschädlichen Unterbrechung üblicherweise nicht aus den Unterlagen der Arbeitsvermittlung, so reicht Glaubhaftmachung aus.

[1] Abs. 1 geändert durch Gesetz zur Stärkung der Tarifautonomie (Tarifautonomiestärkungsgesetz) vom 11.08.2014. Anzuwenden ab 16.08.2014.
[2] Geändert durch Zweites Gesetz zur Stärkung der pflegerischen Versorgung und zur Änderung weiterer Vorschriften (Zweites Pflegestärkungsgesetz - PSG II) vom 21.12.2015. Anzuwenden ab 01.01.2017.
[3] Nr. 4 eingefügt durch Integrationsgesetz vom 31.07.2016. Anzuwenden ab 06.08.2016.
[4] Geändert durch Integrationsgesetz vom 31.07.2016. Die bisherige Nummer 4 wird Nummer 5. Geänderte Zählung anzuwenden ab 06.08.2016.
[5] Geändert durch Integrationsgesetz vom 31.07.2016. Die bisherige Nummer 5 wird Nummer 6. Geänderte Zählung anzuwenden ab 06.08.2016.
[6] Geändert durch Integrationsgesetz vom 31.07.2016. Die bisherige Nummer 6 wird Nummer 7. Geänderte Zählung anzuwenden ab 06.08.2016.

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