Sauer, SGB III § 76 Außerbe... / 2.2 Übergang auf betrieblichen Arbeitsplatz (Abs. 2)
 

Rz. 10

Während der Durchführung einer Berufsausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung sind alle Möglichkeiten wahrzunehmen, um den Übergang des Auszubildenden auf einen betrieblichen Arbeitsplatz zu fördern, Abs. 2.

 

Rz. 11

Die Förderung nach § 76 (Ablaufschema):

  1. Abgang von oder Abschluss der Allgemeinbildenden Schule (i.d.R. Haupt-, Real-, Sonder-, Förderschule).
  2. Feststellung durch die Agentur für Arbeit, dass der Jugendliche ohne eine Förderung noch keine betriebliche Ausbildung aufnehmen kann. Der Auszubildende muss für den angestrebten Beruf grundsätzlich geeignet sein.
  3. Teilnahme an einer auf den Beruf vorbereitenden Bildungsmaßnahme der Agentur für Arbeit (i.d.R. BBE-Lehrgang) oder an einer schulischen Berufsvorbereitungsmaßnahme des jeweiligen Bundeslandes mit einer Mindestdauer von 6 Monaten.
  4. Aufnahme einer Ausbildung in einer außerbetrieblichen Einrichtung nach dem Dualen System unter Abschluss eines Ausbildungsvertrages (incl. Eintragung bei der zuständigen Kammer).
  5. Ausbildung im außerbetrieblichen Teil beinhaltet: fachpraktische Ausbildung, Stützunterricht und sozialpädagogische Betreuung. Für jeden Auszubildenden wird vom Träger, gegebenenfalls unter Beteiligung der Berufsberatung, ein individueller Förderplan erstellt und entsprechend der Entwicklung fortgeschrieben. Der schulische Teil der Ausbildung verläuft im üblichen Rahmen.
  6. Während der außerbetrieblichen Ausbildung sollen Betriebspraktika mit einer Dauer von mindestens einem Monat und längstens 3 Monaten durchgeführt werden. Die Betriebe werden auch unter dem Gesichtspunkt der möglichen Fortführung der Ausbildung oder der Übernahme im Anschluss an die erfolgreich abgeschlossene Ausbildung ausgesucht.
  7. Abschluss der außerbetrieblichen Ausbildung mit Prüfungen vor der zuständigen Kammer.
 

Rz. 12

Vor der Vermittlung von Ausbildungsbewerbern in außerbetriebliche Ausbildungsstellen muss die Agentur für Arbeit zuverlässig geklärt haben, dass die vorgesehene Ausbildungsstätte geeignet ist, gegebenenfalls die Ausbildung über die gesamte Dauer der Ausbildungszeit durchzuführen, die nach dem Berufsbildungsgesetz zuständige Stelle die Berufsausbildungsverträge, die mit der außerbetrieblichen Einrichtung abgeschlossen sind, in das Verzeichnis der Berufsausbildungsverträge einträgt.

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