Lohnsteuerrechtliche Bewert... / 5.1 Verpflegungspauschalen für die ersten 3 Monate

Der Ansatz von Verpflegungsmehraufwendungen bei der doppelten Haushaltsführung ist an die steuerlichen Reisekostenpauschalen geknüpft. Bei Ansatz der Pauschalen ist eine unzutreffende Besteuerung nicht zu prüfen. Es gelten damit für die doppelte Haushaltsführung insbesondere

  • zeitlich gestaffelte Verpflegungspauschalen von

    • 24 EUR bei einer Abwesenheitsdauer von mindestens 24 Stunden,
    • 12 EUR für An- und Abreisetage bei Familienheimfahrten,
  • eine 3-Monatsfrist für den Ansatz dieser Pauschbeträge.

Die Abwesenheitsdauer berechnet sich immer in Bezug auf den eigenen Hausstand, also auf die Hauptwohnung des Arbeitnehmers. Verpflegungskosten werden nur für die ersten 3 Monate einer doppelten Haushaltsführung anerkannt. Die 3-Monatsfrist begegnet auch bei einer Doppelverdiener-Ehe keinen verfassungsrechtlichen Bedenken.Nach Ablauf der 3-Monatsfrist können Verpflegungskosten wegen doppelter Haushaltsführung weder steuerfrei ersetzt noch als Werbungskosten berücksichtigt werden.

Die Verpflegungskosten werden nur mit pauschalen Beträgen anerkannt, auf die der Arbeitnehmer einen Rechtsanspruch hat. Der Einzelnachweis höherer Verpflegungskosten ist nicht möglich.

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