Jansen, SGB IV § 23c Sonsti... / 2.3.3 Nettoarbeitsentgelt für in der Gleitzone versicherungspflichtig Beschäftigte
 

Rz. 13

Nach § 20 Abs. 2 liegt eine Gleitzone bei einem Beschäftigungsverhältnis vor, wenn das daraus erzielte Arbeitsentgelt zwischen 400,01 EUR und 800,00 EUR im Monat liegt und die Grenze von 800,00 EUR im Monat regelmäßig nicht überscheitet; bei mehreren Beschäftigungsverhältnissen ist das insgesamt erzielte Arbeitsentgelt maßgebend. Der Arbeitgeber trägt bei Beschäftigungsverhältnissen mit einem Arbeitsentgelt in der zuvor aufgezeigten Gleitzone den normalen Arbeitgeberanteil der Sozialversicherungsbeiträge, während der Arbeitnehmer je nach Höhe des Arbeitsentgelts einen nach einer vorgeschriebenen Formel ermittelten geringeren Arbeitnehmeranteil der Sozialversicherungsbeiträge zu tragen hat.

 

Rz. 14

Bei der Berechnung des Regelentgelts und des Nettoarbeitsentgelts sind nach § 47 Abs. 1 Satz 8 SGB V die für die jeweilige Beitragsbemessung und Beitragstragung geltenden Besonderheiten der Gleitzone nicht zu berücksichtigen. Daher ist für die Höhe des zu zahlenden Krankengeldes vom tatsächlichen Bruttoarbeitsentgelt auszugehen und das Nettoarbeitsentgelt dann fiktiv zu ermitteln.

 

Rz. 15

Da § 23c zur Ermittlung des Nettoarbeitsentgelts auf § 47 SGB V verweist, ist auch die fiktive Ermittlung des Nettoarbeitsentgelts in der Gleitzone einzubeziehen (Aufgabe der gegenteiligen Ansicht der Vorauflage; vgl. auch Knospe, in: Hauck/Noftz, SGB IV, § 23c Rz. 21, sowie o. g. Rundschreiben v. 15.11.2005 S. 11).

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Personal Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Personal Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.



Meistgelesene beiträge