Jahresarbeitsentgelt, regel... / Vorbemerkung

Grundsätzlich wird eine Einnahme bei der Ermittlung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts nur berücksichtigt, wenn es sich um Arbeitsentgelt i. S. d. § 14 SGB IV handelt. Regelmäßig gewährte Sonderzuwendungen sind hierbei zu berücksichtigen. Einmalig gezahltes Arbeitsentgelt zählt zum regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt, wenn es mit hinreichender Sicherheit (z. B. nach einem Vertrag) mindestens einmal jährlich gezahlt wird. Nicht angerechnet werden unregelmäßige Entgeltbestandteile, z. B. Überstundenvergütung in tatsächlicher Höhe, Belegschaftsrabatt, Prämien für Verbesserungsvorschläge sowie Familienzuschläge.

Das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt ist durch Multiplikation des monatlichen Arbeitsentgelts mit 12 zu errechnen. Bei Arbeitnehmern mit Stundenlohn ist das durchschnittliche Monatsarbeitsentgelt nach folgender Formel zu ermitteln (Stundenlohn x individuelle wöchentliche Arbeitszeit ohne Überstunden x 13 : 3) und mit 12 zu multiplizieren. Bei schwankenden Bezügen wird das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt durch gewissenhafte Schätzung ermittelt. Erweist sich die Schätzung im Nachhinein als unzutreffend, ist eine Korrektur nur für die Zukunft möglich.

Die Versicherungspflicht und damit das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt sind zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses und darüber hinaus bei Änderung des Arbeitsentgelts zu prüfen. Erhöhungen des Arbeitsentgelts dürfen erst von dem Zeitpunkt an berücksichtigt werden, von dem an der Anspruch auf das erhöhte Arbeitsentgelt besteht, auch wenn Beginn und Höhe bereits vorher feststehen.

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