Jahresarbeitsentgelt, regel... / 3 Hinweise
  1. Bei Mehrfachbeschäftigten mit geringfügig entlohnten Beschäftigungen bzw. innerhalb der Gleitzone sind Besonderheiten zu beachten:

    • Geringfügig entlohnte Beschäftigung

      Für jede der parallel ausgeübten Beschäftigungen muss zunächst separat das jeweilige regelmäßige Jahresarbeitsentgelt ermittelt werden. Für jede Beschäftigung muss hierzu eine eigene Checkliste ausgefüllt und das Ergebnis (Zwischenergebnis) abgelesen werden. Erst dann kann durch eine Addition der Zwischenergebnisse aller ausgeübten (für sich allein betrachtet geringfügig entlohnten) Beschäftigungen eine Gesamtbetrachtung erfolgen, die zum endgültigen Ergebnis führt (Versicherungspflicht oder Versicherungsfreiheit).

      Folgende Regeln sind bei mehrfachbeschäftigten Arbeitnehmern zu beachten:

      • eine geringfügig entlohnte Beschäftigung wird mit weiteren geringfügig entlohnten Beschäftigungen addiert,
      • keine Addition von versicherungspflichtiger (Haupt-)beschäftigung mit der ersten geringfügig entlohnten Nebenbeschäftigung,
      • aber Addition von versicherungspflichtiger Hauptbeschäftigung mit der zweiten oder weiteren geringfügig entlohnten Nebenbeschäftigungen,
      • in der Arbeitslosenversicherung erfolgt keine Addition von geringfügigen Nebenbeschäftigungen bei Vorliegen einer versicherungspflichtigen Hauptbeschäftigung (§ 27 Abs. 2 SGB III).
    • Gleitzonenregelung

      Hier muss zunächst festgestellt werden, welche der parallel ausgeübten Beschäftigungsverhältnisse sozialversicherungspflichtig sind. Nur diese Beschäftigungen dürfen bei der Prüfung der Anwendung der Gleitzonenregelung berücksichtigt werden. Arbeitnehmer mit einem regelmäßigen Jahresarbeitsentgelt in der Gleitzone unterliegen der Sozialversicherungspflicht mit einem reduzierten beitragspflichtigen Arbeitsentgelt.

  2. Bei der Ermittlung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts zur Prüfung des Eintritts von Versicherungsfreiheit zur Krankenversicherung wegen Überschreitens der Jahresarbeitsentgeltgrenze ist Folgendes zu beachten:

    Die Krankenversicherungspflicht und damit das regelmäßige Jahresarbeitsentgelt sind zu Beginn des Beschäftigungsverhältnisses und darüber hinaus am Ende jedes Kalenderjahres zu prüfen. Zukünftige Erhöhungen des Arbeitsentgelts dürfen erst von dem Zeitpunkt an berücksichtigt werden, von dem an der Anspruch auf das erhöhte Arbeitsentgelt besteht.

  3. Das Ergebnis der Prüfung des regelmäßigen Jahresarbeitsentgelts ist zu den Entgeltunterlagen zunehmen.

Das ist nur ein Ausschnitt aus dem Produkt Personal Office Premium. Sie wollen mehr? Dann testen Sie hier live & unverbindlich Personal Office Premium 30 Minuten lang und lesen Sie den gesamten Artikel.



Meistgelesene beiträge