Innere Kündigung / 6 Was kann der Mitarbeiter selbst tun?

In den bisherigen Ausführungen wurde die innere Kündigung aus Sicht des Unternehmens bzw. Vorgesetzten gesehen. Wie sieht es aber aus, wenn Sie Mitarbeiter sind und einer oder mehrere der genannten Gründe für eine innere Kündigung auf Sie zutreffen? Was können Sie tun?

Mitarbeiter, die sich innerlich von Unternehmen verabschiedet haben, möchten diesem bewusst oder unbewusst schaden. Es wurde schon gesagt, dass Mitarbeiter, die eine innere Kündigung vollzogen haben, sich selbst besonders großen Schaden zufügen.

Selbst wenn der Betroffene sich anfangs noch entlastet fühlen mag, bekommt er bald die negativen Folgen zu spüren. Es fehlt an Engagement und die Leistungen bleiben hinter den eigenen Möglichkeiten zurück. Wer keine Freude mehr an der eigenen Leistungsfähigkeit hat, resigniert und verliert nach und nach sein Selbstwertgefühl. Demotivation führt zum Dauerstress, woraus wiederum gesundheitliche Probleme, wie Depressionen, Schlaflosigkeit oder Herz- und Kreislaufbeschwerden resultieren können. Dieser Prozess kann durch Beobachtungen im sozialen Umfeld des Mitarbeiters noch verstärkt werden, wenn das Verhalten des inneren Emigranten auch dort auf Ablehnung stößt.

Lassen Sie es nicht so weit kommen. Ziehen Sie sofort die Notbremse, falls Sie erste Anzeichen einer inneren Kündigung spüren. Sind Sie ehrlich mit sich selbst und suchen Sie nach den Ursachen. Machen Sie eine Bestandsaufnahme und halten sie alles fest, was sie stört und an einer guten Arbeitsleistung hindert. Artikulieren Sie ihre Gedanken und nutzen Sie die Sicht externer Personen. Sprechen Sie über ihr Problem mit anderen (Kollegen zu denen Sie Vertrauen haben; ein professioneller Coach; Familie oder Freunde). Prüfen Sie, ob Sie sich im Rahmen der betrieblichen oder außerbetrieblichen Weiterbildung durch den Erwerb neuer Kompetenzen für die jetzige oder eine andere Position besser qualifizieren können.

Und der wichtigste Rat: Suchen Sie so früh wie möglich das Gespräch mit Ihrem Vorgesetzten. Informieren Sie diesen über die Gründe Ihrer Unzufriedenheit und machen Sie Vorschläge, wie das Problem nach Ihrer Meinung gelöst werden könnte. Suchen Sie im Gespräch mit dem Vorgesetzten nach einer für beide Teile befriedigenden Lösung. Bereiten Sie sich auf das Gespräch anhand des in Übersicht 3 abgedruckten Gesprächsleitfadens vor.

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