HR als Business-Partner & B... / 2.4 FAQ's: Die wichtigsten Fragen und Antworten - Führungskraft

Nur wer motiviert ist, kann Spitzenleistung erbringen. Stellen Sie deshalb vom ersten Tag an sicher, dass Ihr neuer Mitarbeiter alle Unterstützung erhält, um sich wohl zu fühlen und erfolgreich seiner Arbeit nachgehen zu können. Ein klares Verständnis von den gegenseitigen Erwartungen ist Voraussetzung dafür, dass mit aller Kraft auf ein gemeinsames Ziel hingearbeitet werden kann. Der Einarbeitungsprozess beginnt mit einem Gespräch, in dem Sie mit dem Mitarbeiter gemeinsam festlegen, welche Aufgaben er für die Integrationsphase übernimmt, welche Ziele er erreichen kann und welche Unterstützung er dazu benötigt.

Beachten Sie auch Gliederungspunkt 1, Onboarding.

2. Wie sieht ein ideales Probezeitgespräch aus?

Idealerweise führen Sie das erste Probezeitgespräch innerhalb der ersten ein bis zwei Wochen mit Ihrem Mitarbeiter durch. Terminieren Sie danach regelmäßig Feedbackgespräche. Nutzen Sie zur Planung und Vorbereitung der Gespräche unseren Leitfaden.

Bitte definieren Sie gemeinsam mit dem Mitarbeiter die Ziele, die innerhalb der Probezeit erreicht werden sollen und erarbeiten gemeinsam, wo der Mitarbeiter bereits die Erfahrung für die Position mitbringt und welche Fähigkeiten oder Kenntnisse noch erworben werden sollten und wie. Hierfür können Sie zur Vorbereitung auf das Gespräch entweder den Leitfaden Recruitment oder das Jobprofil (Stellenbeschreibung) verwenden sowie die aus Ihrer Sicht in der Probezeit zu erreichenden Ziele notieren.

3. Wie können Sie einen Einarbeitungsplan sinnvoll und produktiv nutzen?

Zur optimalen Nutzung der Einarbeitungszeit wird ein Einarbeitungsplan aufgestellt. Er enthält Ziele und die einzelnen Schritte der Einarbeitung und dient den Beteiligten als "Probezeit-Begleiter". Für eine umfangreiche Einarbeitung kann der Plan auch in mehrere Teilpläne (Zeitabschnitte) eingeteilt werden.

4. Was kann das Unternehmen dazu beitragen, die Probezeit für die Einstellungsentscheidung zu nutzen?

Die Erprobung sollte sowohl auf den Arbeitsablauf als auch auf die Zusammenarbeit mit den Kollegen abgestellt werden. Deshalb empfiehlt es sich, diese Zeit unter möglichst realitätsnahen Bedingungen zu verbringen. Kontrollieren Sie regelmäßig das Arbeitsergebnis und Arbeitsverhalten Ihres neuen Mitarbeiters. Können Sie dem neuen Mitarbeiter in der Probezeit nicht selber unterstützend zur Seite stehen, so benennen Sie einen geeigneten Paten. Zur Beurteilung des Neuen können Sie auch Mitarbeiter heranziehen, die mit ihm zusammenarbeiten.

5. Was sollten Sie bei der Bewertung der zurückgelegten Probezeit beachten?

Wenn das Ende der Probezeit ansteht, muss die Entscheidung gefällt werden, ob der Mitarbeiter weiterhin im Unternehmen beschäftigt werden soll. Dazu ist eine Bewertung der Probezeit durchzuführen. Laden Sie den Mitarbeiter zu einem Probearbeitszeitgespräch ein. Als Grundlage des Gespräches kann der Leitfaden für ein Mitarbeitergespräch zum Ende der Probezeit herangezogen werden. Der Mitarbeiter sollte frühzeitig erfahren, ob er die Probezeit bestanden hat oder nicht. Auf jeden Fall erfolgt eine Benachrichtigung in schriftlicher Form.

6. Wie kann reagiert werden, wenn innerhalb der Probezeit noch keine abschließende Bewertung angegeben werden kann?

Bei einem unbefristeten Arbeitsvertrag mit vorgeschalteter Probezeit lässt sich eine Verlängerung dadurch erreichen, dass der Arbeitsvertrag vor Ablauf der Sechsmonatsfrist mit einer überschaubaren, längeren Frist (diese Kündigungsfrist sollte vier Monate nicht überschreiten) gekündigt und für den Fall der Bewährung eine Wiedereinstellungszusage gegeben wird. Anstelle der Kündigung ist auch ein Aufhebungsvertrag mit Wiedereinstellungszusage möglich.

Kann ein neuer Mitarbeiter in einem befristeten Probearbeitsverhältnis nicht abschließend bewertet werden, kann die Erprobung verlängert bzw. ein zweites befristetes Arbeitsverhältnis zur Erprobung vereinbart werden, wenn hierfür ein sachlicher Grund vorliegt. Der sachliche Grund ist grundsätzlich nur bei einem Wechsel der Tätigkeit, insbesondere bei der Zuweisung einer höherwertigen Arbeit gegeben, für die eine Erprobung notwendig ist. Bei Ausübung der gleichen Tätigkeit müssen besondere Umstände vorliegen. Dies kann in der Art der Arbeit (z. B. bei dringenden betrieblichen Gründen, die einer Einarbeitung entgegen standen) oder in der Person des Mitarbeiters (z. B. längere Krankheit) begründet sein.

Im Zweifel ist eher eine Trennung vom Mitarbeiter die bessere Lösung, denn dieser zeigt sich i. d. R. während der Probezeit von seiner "Schokoladenseite". Wenn die Probezeit nicht überzeugend ist, wird es danach meistens nicht besser!

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