Freibetragsnutzung, Erklärung für begünstigte Übungsleitertätigkeiten

Kurzbeschreibung

Diese nachfolgende kurzgefasste schriftliche Erklärung als Muster sollte der nebenberuflich angestellte Mitarbeiter in begünstigter Übungsleiterfunktion nach § 3 Nr. 26 EStG gegenüber dem gemeinnützigen Verein/Verband in seiner Arbeitgeberstellung unterschrieben abgeben, um den Freibetrag für Abrechnungszwecke nutzen zu können.

Vorbemerkung

Vorstehende Erklärung sollte sich der Verein/Verband in seiner Arbeitgeberfunktion bei der Tätigkeit von Übungsleitern, Trainern, Ausbildern/betreuerische/pflegerische Tätigkeiten oder für vergleichbare begünstigte Zwecke bei einer gewollten Inanspruchnahme des persönlichen Übungsleiter-Freibetrags nach § 3 Nr. 26 EStG unbedingt unterschreiben lassen und bei den Lohnkonten bzw. Übungsleiterabrechnungen aufbewahren. Einerseits als Nachweis dafür, dass bei Zuschüssen, etwa durch Verbände, für den Übungsleiter eine begünstigte Tätigkeit nach § 3 Nr. 26 EStG vorliegt. Andererseits auch unbedingt zum Zwecke der zutreffenden Vergütungsabrechnung. Denn der anteilige persönliche monatliche Freibetrag von 200 Euro bereits seit 2013 bedeutet für den gemeinnützigen Verein/Verband, dass in Höhe dieses Betrages eine völlige Freistellung von jeglichen steuer- und sozialversicherungsrechtlichen Abgaben besteht.

Diese Erklärung sollte sowohl von Übungsleitern unterzeichnet werden, die vorrangig und auch üblicherweise meist auf Anstellungsbasis arbeiten, als auch bei möglicher selbstständiger nebenberuflicher Tätigkeit (z.  B. als nebenberuflich selbstständigem Chorleiter, Dirigenten oder Trainer/Sportübungsleiter). Zumal die Lohnsteuerrichtlinien (R 3.26 LStR 2015) diese Erklärung sogar ausdrücklich für Vereine mit Arbeitgeberstellung verlangen, dies zum Lohnkonto nehmen. Denn auch die Deutsche Rentenversicherung Bund verlangt bei den Sozialversicherungsprüfungen oft diesen Nachweis, dass der geprüfte Verein/Verband zutreffend den Freibetrag bei Vergütungen für nebenberufliche pädagogisch/betreuerische Tätigkeiten im steuerbegünstigten Bereich einer gemeinnützigen Körperschaft berücksichtigen konnte.

Daher sollte auch unter Haftungsaspekten vom Verein/Verband die Abgabe dieser Erklärung von den nebenberuflich Beschäftigten verlangt werden. Dies bei (Vertrags-)Beginn der begünstigten Tätigkeit oder auch jeweils zu Beginn eines neuen Kalenderjahres für die fortlaufende Nutzung des persönlichen Freibetrags des Übungsleiters für seine begünstigten Tätigkeiten bei gemeinnützigen Organisationen.

Erklärung

Gegenüber dem Verein

_________________________________________

(Vereinsname, Anschrift)

dieser vertreten durch

__________________________________________

– vertretungsberechtigter Vorstand –

wird von

Frau/Herrn __________________________________

(Name, Vorname)

___________________________________________

(Geburtsdatum, Straße, Ort)

folgende verbindliche Erklärung abgegeben:

  1. Ich werde seit dem ________ 20___ für den o. g. ____________________________ (Vereinsname) nebenberuflich mit einer steuerbegünstigten Übungsleitertätigkeit/Ausbildungstätigkeit nach § 3 Nr. 26 EStG beschäftigt.
  2. Ich bestätige hiermit für den vereinbarten Beschäftigungszeitraum, beginnend am ________ 20___, gegenüber dem Verein, dass es sich bei der auszuübenden Tätigkeit als Übungsleiter/Ausbilder/Betreuer für den Verein für mich um eine steuerbegünstigte Nebentätigkeit handelt, die für den steuerbegünstigten Bereich des Vereins erbracht wird.
  3. Ich erkläre im Weiteren, dass meine Vergütung für diese steuerbegünstigte Tätigkeit in diesem Jahr 20__ den Betrag von 2.400 Euro pro Jahr nicht überschreiten wird und keine vergleichbaren steuerbegünstigten Tätigkeiten für andere Organisationen/Vereine/Verbände ausgeübt werden. Der Verein ist damit berechtigt, diesen Freibetrag vollumfänglich fortlaufend bei Abrechnungen zu nutzen.

    Alternativen:

    1. Ich habe im laufenden Jahr 20__ für weitere vergleichbare Übungsleiter-Betreuungstätigkeiten bereits eine Vergütung in Höhe von ________ Euro erhalten. Dies durch den Verein/Verband/die Organisation ____________________.

      Es wird jedoch versichert, dass die gesamten Vergütungen insgesamt den Jahres-Steuerfreibetrag von 2.400 Euro für dieses Jahr nicht überschreiten.

    2. Ich werde im laufenden Kalenderjahr 20__ weiteren begünstigten Beschäftigungen nachgehen, so dass der Verein als Arbeitgeber bis auf Weiteres nur ein persönliches Freibetragsvolumen von _______ Euro für dieses laufende Kalenderjahr ganz oder monatlich anteilig für seine Abrechnungszwecke nutzen kann.

    Soweit die Steuerfreigrenze von 2.400 Euro überschritten wird oder eine vorgesehene Nutzung für die Abrechnung entfallen sollte, verpflichte ich mich grundsätzlich, umgehend den Verein hierüber in Kenntnis zu setzen.

    Unabhängig hiervon habe ich einen aktuellen Qualifikationsnachweis des _______________-Verbandes mit Sitz in ______________ für die nachgewiesene Ausbildung/Fortbildung als ________________ für den Zeitraum vom _______20__ bis _______20__ vorgelegt. Dieser wird wegen der befristeten Geltungsdauer rechtzeitig aktualisiert und wieder vorge...

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