Burnout-Syndrom: Ursachen u... / 4.2 Arbeits- und Gesundheitsschutz

Jeder Arbeitgeber ist verpflichtet, das Arbeitsschutzgesetz konsequent umzusetzen. Dazu gehört an erster Stelle die Gefährdungsbeurteilung (GFB) am Arbeitsplatz. Berücksichtigt werden müssen dabei auch psychomentale Belastungen. Denn v. a. psychische Fehlbelastungen können Krankheiten wie das Burnout-Syndrom mitverursachen. Burnout-Risiken können durch Präventionsmaßnahmen gemindert werden. So kann ein Gesundheitszirkel mit externem Moderator ein erster Schritt für nachhaltige Prävention oder erfolgreiche Intervention sein.

Die Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA) hat 2013–2018 ihren Arbeitsschwerpunkt der psychischen Gesundheit gewidmet. Zu den Präventionsaktivitäten gehört auch die Broschüre "Empfehlungen zur Umsetzung der Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung". Eines der Ziele ist es, den Stress bei der Arbeit so zu reduzieren, dass u. a. das Burnout-Risiko sinkt.

 

Praxis-Tipp

Maßnahmen durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit

  • Führen Sie regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen durch, bei denen auch die psychosozialen Faktoren berücksichtigt werden.
  • Führen Sie in den einzelnen Abteilungen eine Stressanalyse durch.
  • Erstellen Sie eine "Stresskarte", in der positive und negative Einflussgrößen grafisch dargestellt werden.
  • Führen Sie verbindliche Arbeitszeitregelungen und Pausenzeiten ein.
  • Veranstalten Sie Schulungen und Trainings für eine gut funktionierende, wertschätzende Kommunikation im Betrieb.
  • Installieren Sie ein umfassendes Gesundheitsmanagement.
  • Bieten Sie Seminare zu Mitarbeiterführung und Konfliktbewältigung an.
  • Sorgen Sie bei Bedarf für Mediation und Konfliktmanagement.
  • Machen Sie Burnout zum Thema Ihrer betrieblichen Weiterbildung.
  • Bieten Sie Maßnahmen zur betrieblichen Gesundheitsförderung auch im Bereich Stressbewältigung und Work-Life-Balance an.

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