MBA: Zuwachs für britische Business Schools

Anwärter auf einen Master of Business Administration (MBA) verschaffen britischen Business Schools gute Zuwächse, so die Financial Times. Trumps Politik gilt als ein wesentlicher Faktor, warum US-Schulen bei internationalen Studenten an Beliebtheit verlieren – zugunsten Großbritanniens.

Dem Brexit zum Trotz nimmt die Zahl der internationalen MBA-Studenten an britischen Business Schools zu. So ist die Zahl der Bewerber an den elf MBA-Programmen der renommiertesten Business Schools um bis zu 21 Prozent gestiegen, schreibt die Financial Times. Dabei zeigten die Warwick Business School, die Cass Business School und die Cranfield School of Management zweistellige Zuwächse. An der London Business School sind es drei Prozent gegenüber dem Vorjahr. 

MBA-Studium: Warum Großbritannien gerade attraktiver wird

Die Auswirkungen des Handelskriegs der USA mit China sind eine Erklärung für den Anstieg sowie die strikten Visa-Regelungen, die die Attraktivität der US-Schulen verringern und Großbritannien zur interessanteren Alternative gemacht haben. So verzeichnet die Cass Business School großes Interesse bei Studenten aus China und Asien, die sich sonst an einer US-Schule beworben hätten. "Bei einer Sache sind wir uns alle einig", erklärt Steve Thomas, Associate Dean für MBA-Programme an der Cass Business School. "Trump ist das größte Plus für die britische Hochschulausbildung." Sein Verhalten gegenüber China und chinesischen Unternehmen wie Huawei mache die USA weniger attraktiv für asiatische Studenten. 

USA nicht mehr so beliebt für einen MBA

Trumps Politik gilt auch als ein wesentlicher Faktor, warum die US-Schulen bei internationalen Studenten immer mehr an Beliebtheit verlieren. Hier ist die Zahl der Bewerber bereits seit fünf Jahren rückläufig und einige Business Schools wie das Gies College of Business an der University of Illinois und das Tippie College of Business an der University of Iowa haben bereits ihr zweijähriges Präsenzstudium eingestellt. 

Im vergangenen Jahr hat der Rückgang erstmals auch Topschulen wie die Harvard Business School oder die Chicago Booth School of Business erwischt. In Harvard verringerten sich die Bewerbungen um 4,5 Prozent auf 9.886 für 930 Studienplätze. Bei Chicago Booth waren es sogar 8,2 Prozent Rückgang auf 4.289 Bewerber für 591 Studienplätze. Beide Schulen reagierten mit einem Preisstopp bei ihren Studiengebühren. 

Globale Nachfrage bleibt stabil

Global betrachtet bleibt die Nachfrage nach dem MBA-Studium laut der letzten Umfrage des Global Management Admission Council (GMAC) stabil, wobei es im vergangenen Jahr in Asien einen Zuwachs von 8,8 Prozent, in den USA dagegen einen Rückgang von 6,6, Prozent gab. 


Das könnte Sie auch interessieren:

Spezialisierte Master: Accounting an erster Stelle

MBA – ein Master mit verschiedenen Varianten

Online-MBA wird für viele attraktiver

MBA-Programme 2019/2020: Startschuss für die Führungskarriere

Schlagworte zum Thema:  MBA