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| Mitarbeiterzufriedenheit

VW will für bessere Stimmung bei den Mitarbeitern sorgen

Der Volkswagen-Konzern nimmt die Mitarbeiterzufrienheit in den Fokus.
Bild: Dieter Schütz/pixelio.de

Die Autobauer liegen bei den Studenten als Wunscharbeitgeber laut Umfragen vorne. Trotzdem lässt sich auch bei ihnen noch einiges über Mitarbeiterzufriedenheit lernen, wie VW-Personalvorstand Horst Neumann einräumt. Er setzt das Thema auf die Agenda – neben Rendite, Absatz und Qualität.

Volkswagen will bis 2018 Weltmarktführer sein vor Toyota und GM. Das will das Unternehmen auch mithilfe eines weniger bekannten Vorhabens realisieren: Die Wolfsburger möchten „attraktivster Arbeitgeber der Branche“ werden. Die Messlatte dabei ist eine jährlich wiederkehrende Mitarbeiterumfrage. „Unser Stimmungsbarometer zeigt: Wir sind auf einem guten Weg“, sagte VW-Personalvorstand Horst Neumann der Nachrichtenagentur dpa. „Der Stimmungsindex hat sich kontinuierlich verbessert. 2013 stand er bei 79 von 100 Punkten, bis 2018 wollen wir 85 Punkte erreichen. Daran lassen wir uns messen.“ Den größten Verbesserungsbedarf gebe es unter anderem dabei, wie gut die Verbesserungsmöglichkeiten durchgesprochen werden. Auch bei Wertschätzung und Information sei Luft nach oben.

Mitarbeiterumfragen helfen weiter

„Schon in den ersten Jahren hat ein Viertel unserer Organisationseinheiten mehr als 80 von 100 Punkten erreicht, einige sogar 85. Da war es nur konsequent zu sagen: Wenn das Top-Viertel diesen Wert erreicht, sollten es auch die anderen schaffen“, sagte Neumann. „Bei der Information über aktuelle Entwicklungen im Konzern sind noch Verbesserungen möglich. Daran arbeiten wir.“ Noch mehr geschehen müsse auch dabei, inwieweit die Vorjahresergebnisse zu mehr Fortschritt führen. „Mit einer Frage wollen wir erfahren, ob die Durchsprache hilfreich war. In manchen Einheiten sagt nur die Hälfte der Befragten: ‚Ja, die Durchsprache hat etwas gebracht.‘“

Zudem läuft im Konzern alle drei Jahre eine vertiefte Befragung als repräsentative Stichprobe bei einigen Tausend Befragten. Sie förderte zuletzt zutage, dass es um die Wertschätzung besser bestellt sein könnte. „Deshalb fragen wir im diesjährigen Stimmungsbarometer alle Beschäftigten, ob sie persönliche Wertschätzung für ihre Fachkompetenz, ihr Engagement, ihre Leistungen erhalten.“

Zufriedenheit mit den Führungskräften wird abgefragt

Laut Neumann sind die Boni der Führungskräfte nicht direkt an die Ergebnisse des Barometers gekoppelt. „Einfluss hat es trotzdem. Eine Frage betrifft die Zusammenarbeit mit dem direkten Vorgesetzten. Bei schlechten Werten schauen wir uns das an“, sagte der Arbeitsdirektor. Zuletzt lag die Zufriedenheit an diesem Punkt beim Index 83,1. Der Manager sieht die Erwartungen der Belegschaft auch im Wandel. Geld alleine reiche nicht mehr. „Viele junge Leute legen großen Wert auf Entwicklungsmöglichkeiten und Qualifizierung.“

Standortnachteile nicht mehr spürbar

Der Standort Wolfsburg sei inzwischen kein Nachteil mehr. „Die Zeiten sind lange vorbei, in denen Volkswagen als ‚grauer Konzern an der Zonengrenze galt‘, zu dem keiner freiwillig wollte“, sagte Neumann. Selbst der Unterschied zu beliebten Städten wie München sinke rasch.

Hinweis: Wie Unternehmen ihren Standort im Employer Branding nutzen können, zeigt das Interview mit Michael Eger.

dpa / Haufe Online Redaktion

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