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Zu viele Entlassungen in der Energie- und Chemie-Branche

  Zu kurzfristiges Denken bei krisenbedingten Personalmaßnahmen rächt sich jetzt. Entlassungen und Einstellungsstopps im letzten Jahr bringen die Energie- und Chemie-Branche in Bedrängnis.

In jedem vierten Unternehmen der Energie- und Chemie-Branche sind aufgrund der sich verschlechternden wirtschaftlichen Lage Mitarbeiter entlassen worden. Das ergab eine Umfrage der Internationalen Managementberatung Barfeld & Partner, an der in diesem Jahr wieder 6.000 Fach- und Führungskräfte aus der Energie-, Chemie- und Mineralölbranche teilgenommen haben.
Doch der massive Personalabbau ist jetzt bei der sich erholenden Konjunktur kaum mehr rückgängig zumachen. „Häufig wurden in der Krise auch vakante Positionen bewusst nicht neu besetzt, sondern die Aufgaben auf andere Funktionen verteilt. Ein gefährliches Spiel, weil hierdurch die Qualität der angebotenen Leistung sinken kann oder die Mitarbeiter, die Ziel der Umverteilung sind, das zusätzliche Arbeitspensum nicht stemmen können. Demotivation und Burnout können die Folgen sein, die nicht selten zu einem Weggang führen", erklärt Claus-Peter Barfeld, Geschäftsführer der Barfeld & Partner GmbH.

Besseres Krisenmanagement der Energiewirtschaft
Im Branchenvergleich hat die Energiewirtschaft den etwas längeren Atem gezeigt. Hier waren es nur rund 16 Prozent der Unternehmen, in denen es zu krisenbedingten Entlassungen kam. Um Freisetzungen zu vermeiden, haben die Unternehmen als Reaktion auf die wirtschaftliche Situation branchenübergreifend vorrangig aufgelaufene Überstunden abgebaut, die Leiharbeit reduziert und das Mittel der Kurzarbeit genutzt.
Bei der Mehrheit der Unternehmen sind die seinerzeit eingeleiteten Maßnahmen mittlerweile ausgelaufen. In jedem dritten Unternehmen dauern sie aktuell noch an. 90 Prozent der Befragten aus der Chemiebranche ziehen ein positives Fazit zu den gegen die Krise getroffenen Maßnahmen und bezeichnen diese als zielführend und weitgehend effektiv.

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