| Arbeitsschutz

Zahl der Berufskrankheiten deutlich gestiegen

Investitionen in den Arbeitsschutz zahlen sich aus.
Bild: Haufe Online Redaktion

Ihr Job macht immer mehr Menschen in Deutschland krank. Einzige gute Nachricht: Die Zahl der Arbeitsunfälle ist im vergangenen Jahr leicht gesunken. Das teilte die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV) mit.

Dagegen stiegen die Zahlen der bestätigten Berufskrankheiten und der Menschen, die in Folge einer solchen Krankheit starben. So stellten die Berufsgenossenschaften und Unfallkassen im Vorjahr bei gut 34.500 Menschen eine Berufskrankheit fest. Das waren rund 3.300 mehr als 2010. Zugleich stieg auch die Zahl der Todesfälle in Folge einer Berufskrankheit leicht von 2.486 auf 2.548 an. Die meisten dieser Erkrankungen mit Todesfolge wurden den Angaben zufolge von anorganischen Stäuben - vor allem Asbest - ausgelöst.

Bei den Arbeitsunfällen zeigt sich jedoch ein entgegengesetzter Trend: Während 2010 gut 954.400 Unfälle gemeldet wurden, waren es 2011 nur noch rund 919.000. Demnach sank die Quote von 25,8 Unfällen pro 1.000 Arbeitnehmern im Jahr 2010 auf zuletzt 24,5 Unfälle pro 1.000 Beschäftigten.

Die Entwicklung bei den Arbeitsunfällen bewertet DGUV-Hauptgeschäftsführer Joachim Breuer als positiv. "Zum einen sind niedrige Unfallrisiken eine gute Voraussetzung, um die Beitragsbelastung der Wirtschaft auch zukünftig gering zu halten", erklärte er laut Mitteilung. "Zum anderen zeigen wissenschaftliche Studien, dass Unternehmen direkt von Investitionen in den Arbeitsschutz profitieren - zum Beispiel durch geringere Ausfallzeiten oder weniger unfallbedingte Betriebsstörungen."

Schlagworte zum Thema:  Arbeitsschutz, Arbeitsunfall, Berufskrankheit, Betriebliches Gesundheitsmanagement

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