Workhero: Recruiting durch Bewerberprofile mit Referenzen

Die Initiative "Workhero" will Bewerbungen in Branchen wie Gastronomie, Bau oder Produktion aussagekräftiger machen. Im Zentrum stehen dabei Bewerberprofile, die sich auf Referenzen von ehemaligen Kollegen oder Vorgesetzten stützen. Arbeitgeber bekommen so wertvolle Zusatzinformationen für das Recruiting. 

Die Corona-Krise führt zu rasant steigenden Arbeitslosenzahlen und weltweit sind Millionen Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Insbesondere in den Branchen Tourismus, Gastronomie, Handel, Bau und Produktion könnten viele ihren Job verlieren. Die neue Initiative "Workhero" des digitalen Recruiting-Dienstleisters Firstbird soll diese Menschen bei künftigen Bewerbungen unterstützten und für aussagekräftigere Bewerbungen auf sogenannte Non-Desk-Jobs sorgen. 

Referenzen von ehemaligen Kollegen als Ergänzung zum Lebenslauf

Dabei geht Workhero einen besonderen Weg: Statt der üblichen Anschreiben stehen Referenzen von ehemaligen Arbeitskollegen oder Vorgesetzten im Vordergrund. Arbeitssuchende können sich auf der Online-Plattform ein persönliches Profil anlegen, ihre Arbeitserfahrung hinterlegen und ehemalige Kolleginnen und Kollegen, Kunden oder Führungskräfte um Empfehlungsschreiben bitten. 

"Ein Lebenslauf lässt oft viele Leistungen und Erfolge im Verborgenen", meint Arnim Wahls, CEO von Firstbird und Initiator von Workhero. Mit Workhero könnten Arbeitssuchende durch vertrauenswürdige Empfehlungen zeigen, was wirklich in ihnen steckt, meint Wahls: "Unser Ziel ist es, die unsichtbaren Helden unserer Gesellschaft sichtbar zu machen." Auch für Arbeitgeber biete der Ansatz von Workhero Vorteile, denn "Referenzen von ehemaligen Kollegen geben einen Einblick hinter die Kulissen des Lebenslaufs. Tätigkeitsfelder, Fähigkeiten und Verantwortungsbereiche werden klarer und Softskills können besser eingeschätzt werden." Das erhöhe das Vertrauen in Bewerber und könne zudem den Einstellungsprozess beschleunigen, meint Wahls.

Workhero kooperiert mit Stellenbörsen

In der aktuellen Phase richtet sich Workhero zunächst an Bewerber und ehemalige Mitarbeiter. Unternehmen, die aufgrund der aktuellen Krise gezwungen sind, Personal abzubauen, können bei Workhero die ehemaligen Kollegen mit Empfehlungsschreiben zusätzlich unterstützten, erklärt Wahls: "Das ist nicht nur eine schöne Geste, sondern hat auch konkrete Auswirkungen auf das zukünftige Employer Branding."

Darüber hinaus wird Workhero von mehreren Stellenbörsen unterstützt, künftig sollen die Nutzer mit passenden Stellenangeboten versorgt werden. Mittelfristig sollen auch Unternehmen passende Kandidaten vorgeschlagen bekommen. Gerade bei Jobprofilen, bei denen persönliche Erfahrungen mehr Gewicht haben als formale Anforderungen, könnte der Ansatz dann einen stärkeren Beitrag zur Personalauswahl leisten. 


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