09.10.2012 | Arbeitszeit

Wöchentliche Stundenzahl wieder auf Vorkrisen-Niveau

Im zweiten Quartal 2012 wurden nur etwas weniger Stunden als im Vorjahresquartal gearbeitet.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Die tarifliche beziehungsweise betriebsübliche Arbeitszeit vollzeitbeschäftigter Arbeitnehmer lag im zweiten Quartal 2012 bei durchschnittlich 38,22 Wochenstunden. Damit ist das Niveau von 2008 erstmals wieder erreicht. Das berichtet das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung.

Bezogen auf alle deutschen Erwerbstätigen wurden im zweiten Quartal 2012 insgesamt etwas weniger Stunden als im Vorjahresquartal gearbeitet: Die Zahl der geleisteten und bezahlten Arbeitsstunden je Erwerbstätigen ist um 0,3 Prozent leicht rückläufig und liegt bei 331,8 Stunden. "Den Betrieben stand aufgrund der Lage der Feiertage in diesem Quartal ein Arbeitstag weniger zur Verfügung als im Vorjahr. Das ist ausschlaggebend für den leichten Rückgang der Arbeitszeit", erläuterten die Arbeitsmarktforscherinnen Ines Zapf und Jennifer Vallé.

Da rund 500.000 Menschen mehr erwerbstätig waren als im zweiten Quartal 2011, führt der Rückgang der Arbeitszeit nicht zu einem Sinken des Arbeitsvolumens. Dieses stieg im zweiten Quartal des Jahres 2012 im Vergleich zum Vorjahresquartal um 0,9 Prozent auf 13,8 Milliarden Stunden.

Das Guthaben auf den Arbeitszeitkonten sank jedoch das zweite Quartal in Folge. Zudem machten die Beschäftigten im zweiten Quartal 2012 weniger bezahlte Überstunden als im Vorjahresquartal. Positiv auf das Arbeitsvolumen wirkte dagegen der Krankenstand, der im ersten Quartal 2012 mit 3,37 Prozent aller Arbeitnehmer unter dem Niveau des Vorjahres lag.

Die Zahl der Kurzarbeiter betrug im Durchschnitt des zweiten Quartals 2012 rund 100.000 Personen. Im zweiten Quartal des Vorjahres waren es noch 121.000.

Schlagworte zum Thema:  Arbeitszeit, Krise

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