24.07.2012 | Work-Life-Balance

Wochenendarbeit für die Mehrheit der Deutschen kein Problem

Die Mehrheit der Deutschen hat am Wochenende Zeit für die Familie.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Eine kürzlich vorgestellte DGB-Studie kam zu dem Schluss, dass nur noch ein Drittel der Arbeitnehmer den Genuss eines arbeitsfreien Wochenendes hat. Eine Sonderauswertung der Mikrozensusdaten des Statistischen Bundesamtes gibt ein wesentlich differenzierteres Bild.

So arbeitet die Mehrheit (55 Prozent) der abhängig Erwerbstätigen samstags und sonntags nicht. Drei Viertel der Befragten haben einen freien Sonntag. Knapp 10 Prozent arbeiten samstags und sonntags gelegentlich oder regelmäßig.  Lediglich zwei Prozent der Arbeitnehmer haben am Wochenende überhaupt nicht frei. Kurzum: Die Zahlen sind weitaus nicht so beunruhigend, wie die der  DGB-Studie "Stressfaktor Wochenendarbeit". 

Darin heißt es, dass 15 Prozent  der abhängig Erwerbstätigen sehr häufig, 20 Prozent oft, 32 Prozent selten und 33 Prozent nie am Wochenende arbeiten. Darüber hinaus habe die Arbeitshetze in den Augen der Befragten deutlich zugenommen. So leiden 62 Prozent derer, die auch am Wochenende zur Arbeit gehen, auch unter Stress. Besonders betroffen seien die Beschäftigten im Gastgewerbe, Handel und im Bereich Erziehung und Unterricht.

Problem an der Untersuchung ist jedoch, dass hierfür nur 6.083 Beschäftigte befragt wurden. Des Weiteren wurde auch nicht zwischen Samstags- und Sonntagsarbeit unterschieden. Diese Mängel gleicht die amtliche Erhebung deutlich aus, umfasst sie doch eine wesentliche größere Stichprobe. Rund 800.000 Erwerbstätige wurden befragt, ob Sie in den letzten drei Monaten am Samstag und/oder Sonntag gearbeitet haben. Die Antworten wurden für beide Tage getrennt erhoben.

Schlagworte zum Thema:  Stress, Arbeitszeit, Work-Life-Balance

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