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Unternehmen verschwenden Ressourcen im Wissensmanagement

Wenn der Wissenstransfer eher dem Spiel "Stille Post" ähnelt, geht wertvolles Wissen verloren.
Bild: MEV-Verlag, Germany

Wissensarbeiter dominieren heute den Arbeitsmarkt. Doch beim produktiven Umgang mit dem Wissen im Unternehmen gibt es laut einer aktuellen Studie in jedem zweiten deutschen Unternehmen einigen Nachholbedarf.

Investitionen in einen erfolgreichen Umgang mit Know-how rechnen sich: Diese Ansicht teilen nahezu alle der 300 Befragten einer Studie im Auftrag von Haufe. Sie sind überzeugt davon, dass Wissen einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren für Unternehmen ist. Besonders Geschäftsführer und leitende Angestellte schätzen Wissen als die entscheidende Ressource ein.

Großes Einsparpotenzial beim Umgang mit Wissen vorhanden

Drei Viertel der befragten Geschäftsführer und leitenden Angestellten rechnen bei effizienter Wissensnutzung mit großen Einsparpotenzialen – zum Beispiel, wenn Mehrarbeit und Fehlerquote auf ein Minimum reduziert werden können. 90 Prozent von ihnen erwarten darüber hinaus eine Steigerung der Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens, wenn es sein Know-how optimal ausschöpft.

Woran scheitert der erfolgreiche Umgang mit Wissen?

Die Realität in den Unternehmen sieht jedoch anders aus: In gut der Hälfte der Fälle finden Mitarbeiter relevante Informationen nicht oder die Suche dauert zu lange. Auch die standortübergreifende Zusammenarbeit bereitet Schwierigkeiten: Der Austausch von Dokumenten funktioniert in knapp einem Drittel der befragten Firmen nicht beziehungsweise die Dokumente sind nicht an allen Standorten auf dem aktuellen Stand.

"Aktuell erleben wir noch eine gewisse Diskrepanz in den Firmen: Sie nehmen Wissen zwar als wertvolle Ressource mit großem Potenzial wahr, gehen im Alltag aber häufig noch zu wenig produktiv damit um", kommentiert Barbara Pöggeler, Produktmanagerin Haufe-Lexware GmbH & Co. KG, die Studienergebnisse.

Die Studie steht hier zum Download zur Verfügung. Befragt wurden wurden 300 Geschäftsführer sowie Mitarbeiter mit und ohne Personalverantwortung aus unterschiedlichen Branchen.

Haufe Online Redaktion

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