Laut einer aktuellen Studie sind französische Business Schools ein Faktor für wirtschaftlichen Aufschwung in der Region Auvergne-Rhône-Alpes. Bild: Corbis

Der wirtschaftlicher Nutzen von acht Business Schools in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes liegt bei 1.9 Milliarden Euro. Das zeigt der Bericht des Business School Impact System (BSIS), mit dem die finanziellen Auswirkungen von Hochschulen auf ihr Umfeld gemessen werden.

Business Schools bieten nicht nur hochwertige Ausbildungen an, sie haben auch erhebliche, indirekte finanzielle Auswirkungen auf ihr Umfeld – etwa durch die Ausgaben von Studenten, Mitarbeitern und Professoren.

Wie hoch diese sind, hat nun eine Analyse bei acht Business Schools in der französischen Region Auvergne-Rhône-Alpes gezeigt. Dazu gehören auch die international bekannten Schulen EM Lyon und die Grenoble Ecole de Management. Pro Jahr tragen die acht Schulen zusammen 1,9 Milliarden Euro zur Wirtschaft bei. So sind an den Schulen fast 700 überwiegend internationale Forscher beschäftigt und es gibt 32.000 Studenten.

Business Schools als Wirtschaftsfaktor

Es ist das erste Mal, dass sich Managementschulen in Frankreich zusammengetan haben, um ihren finanziellen Impact zu messen. Ihre Hoffnung ist, dass das Ergebnis die Region motiviert, künftig mehr für Ausbildung, Forschung und Innovation zu tun.

Zu den Universitäten, die den BSIS-Prozess bereits durchlaufen haben, gehört auch die Universität St.Gallen. "Nur zehn Prozent unserer Studenten kommen aus der Region", erklärt Präsident Thomas Bieger in der BSIS-Broschüre. "Aber wir brauchen die Unterstützung der lokalen Bevölkerung zum Beispiele bei geplanten Neubauten." Dabei sei die BSIS-Analyse sehr hilfreich gewesen.

Aus Frankreich in die Welt

Das Business School Impact System (BSIS) wurde ursprünglich von der FNEGE (French National Foundation for Management Education) gestaltet und hat sich in der französischen Hochschullandschaft etabliert. Inzwischen wurde der Bewertungsprozess für internationale Schulen angepasst und wird nun von einem Joint Venture zwischen dem EFMD Global Network und FNEGE auch für die Mitglieder der European Foundation for Management Development (EFMD) in Brüssel angeboten. Die Non-Profit-Organisation hat sich der Verbesserung der Managementweiterbildung verschrieben und vergibt auch das "Equis"-Gütesiegel, eine der beiden weltweit wichtigsten Akkreditierungen für Business Schools. 

Schlagworte zum Thema:  Business School

Aktuell
Meistgelesen