| Unternehmenswert

Wie Personaler die Hebel auf Erfolg stellen

Wie lässt sich der Unternehmenswert steigern - und vor allem was kann HR tun? Die "Organisations- und HR-Trendstudie" liefert Antworten.
Bild: Haufe Online Redaktion

Wachstum, Effizienz, Motivation und Flexibilisierung: Hier müssen Personaler ansetzen, um ihren Beitrag zur Steigerung des Unternehmenswerts zu leisten, geht aus einer aktuellen Studie der Droege Group und des Personalmagazins hervor.

Um bisher ungenutzte Potenziale in den Bereichen Personalstand, Personalkosten und Personaleinsatz aufzudecken, befragten die Droege Group und das Personalmagazin in ihrer aktuellen "Organisations- und HR-Trendstudie 2012" Top-HR-Entscheider von 108 deutschen Unternehmen aus neun Branchen-Clustern zu den wichtigsten HR- und Organisationsthemen. Ziel war es, die zentralen Stellhebel zur Steigerung des Unternehmenswerts herauszufinden.

Als zentrale Untersuchungsvariable der Ertragskraft der teilnehmenden Unternehmen wurde die Ebit-Marge gewählt. Diese betriebswirtschaftliche Kenngröße bezeichnet den prozentualen Anteil des Ebit (Gewinn vor Zinsen und Steuern) am Umsatz eines Unternehmens innerhalb eines bestimmten Zeitraums. Angenommen wurde, dass die erwartete Entwicklung der Ebit-Marge bis Ende 2013 mit den geplanten Personal- und Organisationsmaßnahmen statistisch korreliert.

Aus dem Vergleich der verschiedenen Unternehmen konnten die Studienautoren vier Wachstumstreiber identifizieren: Internationales Wachstum aus eigener Kraft, forcierte Reorganisation, mehr variable Vergütungsbestandteile und Ausbau von flexiblen Arbeitszeitmodellen beziehungsweise verstärktes Outsourcing.

Wachstum: Kapazitätsausbau vor allem im Ausland

Wertsteigerung setzt bereits auf der Ebene strategischer Entscheidungen an. Mitarbeiterwachstum wird von Top-Entscheidern in Zukunft stärker im Ausland forciert, da sie dadurch mehrheitlich eine stärkere Ebit-Margenverbesserung erwarten als an deutschen Standorten. Allerdings ist die erwartete Verbesserung je nach Branche unterschiedlich stark ausgeprägt. Besonders vielversprechend ist dies für Unternehmen aus den Branchen Hightech, Maschinen- und Anlagenbau sowie der Prozessindustrie.

Effizienz: Reorganisation als permanente Managementaufgabe

Grundsätzlich wird der Reorganisationsbedarf hoch eingeschätzt. Die erwartete Margenverbesserung je Reorganisationsmaßnahme schwankt dabei allerdings stark. Aktuell brisante Themengebiete wie die Verlagerung von Leistungserbringung ins Ausland verlieren deutlich an Bedeutung. Stattdessen sind klassische Ansätze wie Prozesseffizienz, eine schlanke Verwaltung und Shared-Service-Konzepte weiterhin die Mittel der Wahl. Einer Erhöhung der Fluktuation und der Veränderung des Altersschnitts messen die Studienteilnehmer dagegen wenig Bedeutung bei.

Motivation: Variable Vergütungsanteile ausweiten

Auch im Einsatz variabler Vergütungsbestandteile ist wertvolles Potenzial zur Steigerung des Unternehmenswerts zu finden. Allerdings bestätigt sich eine positive Hebelwirkung in der Ebit-Marge nur für Großunternehmen. KMU zahlen im Durchschnitt mehr für variable Vergütungsbestandteile, als ihnen die Ergebnisverbesserung zurückgeben kann.

Flexibilisierung: Flexible Arbeitszeitmodelle und Outsourcing verstärken

Die vierte in der Studie identifizierte Potenzialquelle zur Margenverbesserung bildet die Flexibilisierung. Diese kann sowohl durch den Einsatz flexibler Arbeitszeitmodelle wie auch durch eine erhöhte Nutzungsbereitschaft im Outsourcing realisiert werden. Auch die Erhöhung des Einsatzes befristeter Arbeiter und Leihmitarbeiter sehen Entscheider mehrheitlich als positiv margenwirksam an, wobei sie angeben, bis zum Jahr 2013 Leihmitarbeiter befristeten Mitarbeitern tendenziell vorziehen zu wollen.

Die ausführlichen Ergebnisse lesen Sie in der aktuellen Ausgabe des Personalmagazins (07/12).

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Schlagworte zum Thema:  Wachstum, EBIT, Wertsteigerungen, Flexibilisierung, Personalabbau, Talent Management

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