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Um Einblick in den derzeitigen Stand im Bereich HR-Softwarelösungen und die Planung bis 2020 zu erfahren, wurden für den HR-Software-Monitor im April 2017 mehr als 200 Unternehmen befragt. Die Ergebnisse zeigen die großen Trends 2017.

Die Digitalisierung schreitet voran. Dieser globalen Entwicklung müssen sich auch die HR-Bereiche stellen und ihre Aufgaben mithilfe innovativer Software möglichst schnell, effizient, papierlos und natürlich auch mobil erledigen. Wie sieht die Realität derzeit in den Personalbereichen aus? In welchem Maße nutzt HR derzeit Software und wie zufrieden ist man damit? Was ist bis 2020 in Planung? Welche Herausforderungen sehen die Personalbereiche auf sich zukommen und welche Faktoren sind für sie bei der Auswahl neuer Software von Bedeutung?

HR digital: Studie HR-Software-Monitor zeigt den Stand 2017

Um mehr über den derzeitigen Stand im Bereich HR-Softwarelösungen und die Planung bis 2020 zu erfahren, hat das Personalmagazin in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Kantar TNS und der HR-IT-Analystin Elke Singler im April 2017 mehr als 200 Unternehmen befragt. 

Die Teilnehmer der Onlinebefragung, die im Panel erhoben wurde, waren Mitarbeiter der Geschäftsführung, der HR- oder der IT-Abteilung, die bei der Entscheidung über Auswahl und Kauf von Software und Services im Personal-/HR-Bereich mindestens informell betei­ligt sind. Die Befragten stammen aus Unternehmen aller Branchen, großteils Industrie und Warenproduktion (25 Prozent), Finanzdienstleistungen und Versicherungen (15 Prozent) oder der öffentlichen Verwaltung (11 Prozent). Die IT-Branche, Unternehmensberatungen und Marktforschungsunternehmen wurden nicht befragt.

Gesucht: Digitale Prozesse zur Mitarbeiterführung 

Der HR-Software-Monitor 2017 zeigt, dass globale Trends und Entwicklungen bei den befragten Unternehmen angekommen sind. Im Zuge der Studie wurden die Teilnehmer um eine Bewertung von acht Thesen zum zukünftigen Umgang von HR mit der Digitalisierung und zum Softwareeinsatz gebeten. Dabei erhielten insbesondere Aussagen zur steigenden Bedeutung digitaler Prozesse bei der Mitarbeiterführung und -entwicklung große Zustimmung: So werden nach Ansicht von fast 70 Prozent der Befragten Feedbackmöglichkeiten mit digitaler Unterstützung zunehmenden Einfluss auf die Produktivität der Mitarbeiter bekommen. Echtzeitfeedback wird als eines der wichtigsten Instrumente angesehen, um Stimmungen bei einzelnen Mitarbeitern und ganzen Teams erkennen zu können. Dieses Statement bestätigen fast alle Befragten.


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Breite Zustimmung (63 Prozent) findet auch die These, dass im Rahmen der Digitalisierung eine innovative Performance-Management-Software unabdingbar wird und wesentlich zur Mitarbeiterbindung beiträgt. Dabei wird im digitalen Umfeld das Jahresgespräch durch zeitnahes und situationsbedingtes Feedback auf Leistungen und daraus resultierenden Zielvereinbarungen abgelöst werden.

Die meisten der befragten Unternehmen erwarten auch, dass die erweiterten Analysemöglichkeiten durch Big Data und die damit verbundenen Prognosen, kurz Predictive Analytics, dem HR-Bereich zunehmend Vorhersagen hinsichtlich Mitarbeiter-Performance, Matching und auch Hinweise auf eine etwaige Abwanderungsgefahr einzelner Mitarbeiter oder ganzer Mitarbeitergruppen ermöglichen.


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Softwarereinsatz im Personalbereich gewinnt an Bedeutung

Der Softwareeinsatz im Personalbereich gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dementsprechend geht die Mehrheit der Unternehmen davon aus, dass HR-Software in zunehmendem Maße zum Unternehmenserfolg beitragen wird. Die Personalbereiche wissen, dass sie im Rahmen der Digitalisierung eine bedeutende Rolle spielen und stimmen der Aussage „Der HR Bereich sollte bezüglich der Digitalisierung eine Vorreiterrolle im Unternehmen einnehmen“ mit knapp 90 Prozent ebenfalls überwiegend zu.

Dass die Digitalisierung auch eine Neuausrichtung der Unternehmensstruktur und Unternehmenskultur erfordert und bestehende Hierarchien von neuen teamorientierten Organisationsformen abgelöst werden, ist ebenfalls eine Entwicklung, die die Unternehmen mit großer Zustimmung (58 Prozent) erwarten. 

Die Sorge, dass durch den zunehmenden Softwareeinsatz Arbeitsplätze abgebaut werden, hält sich dagegen bei den Unternehmen in Grenzen. Das im Rahmen des Softwaware-Monitors zur Diskussion gestellte Statement „Die zunehmende Digitalisierung wird im HR-Bereich zum Abbau von Arbeitsplätzen führen“, erhält nur zu vierzig Prozent volle Zustimmung, 32 Prozent sind unentschlossen, 29 Prozent der Befragten lehnen diese These ab.


Zum HR Software Monitor:

Die komplette Studie zum Stand der Digitalisierung in der Personalarbeit finden Sie in unserem  Personalmagazin Spezial "Softwarekompendium". Hier können Sie es kostenlos herunterladen.

Schlagworte zum Thema:  Digitalisierung, HR-Software, Software, Software-Anbieter

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