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Cloud-Lösungen haben sich im HR-Bereich durchgesetzt - in anderen Bereichen muss HR noch nachbessern. Bild: Corbis

Wie gut sind HR-Abteilungen und ihre Mitarbeiter auf den digitalen Wandel vorbereitet? Der HR-Software-Monitor zeigt, dass die großen Ziele wie auch die zu überwindenden Hürden beim Softwareeinsatz bekannt sind. Um die Ziele auch  zufriedenstellend umzusetzen, müssen Personaler allerdings noch nachbessern.

Der Softwareeinsatz im Personalbereich gewinnt immer mehr an Bedeutung. Dementsprechend geht die Mehrheit der 214 im HR-Software-Monitor befragten Unternehmen davon aus, dass HR-Software in zunehmendem Maße zum Unternehmenserfolg beitragen wird.

Am guten Willen, die Digitalisierung insoweit voranzutreiben, mangelt es bei den Personalern nicht. Wie der HR-Software-Monitor zeigt, wissen die Personalbereiche, dass sie bei der Digitalisierung eine bedeutende Rolle spielen und stimmen der Aussage "Der HR Bereich sollte bezüglich der Digitalisierung eine Vorreiterrolle im Unternehmen einnehmen" mit knapp 90 Prozent ebenfalls überwiegend zu.

HR-Software noch stark verbesserungsfähig 

Dennoch gibt es Nachholbedarf, verrät ein weiterer Blick in die Ergebnisse des HR-Software-Monitors: So sind zwar globale Trends und Entwicklungen bei den befragten Unternehmen angekommen und dementsprechende Ziele vor allem im Bereich Digitalisierung gesetzt. Die bisher dazu genutzte HR-Software ist in den meisten Bereichen allerdings nicht wirklich zufriedenstellend – der Digitalisierungsgrad ist beim überwiegenden Teil der HR-Prozesse noch stark verbesserungsfähig.

Siegeszug der Cloud-Lösungen bis 2020

Es gibt also viel zu tun, dessen sind sich die Unternehmen bewusst. Somit wird sich bis 2020 die HR-Softwareausstattung vor allem in Richtung cloudbasierter Lösungen weiter erhöhen und On-Premise-Software immer mehr verdrängen.

Studienautorin Elke Singler erklärt: "Für die HR-Bereiche gilt es, die mit breiter Zustimmung bestätigten Trendthemen in die Tat umzusetzen und diese bei ihren Zielen und Planungen bis 2020 zu berücksichtigen. Insbesondere das Recruiting und Onboarding sowie Performance und Talent Management müssen in der Prioritätenliste weiter oben stehen, da die Weiterentwicklung der Softwarelösungen hier schnell voranschreitet und diese HR-Prozesse in zunehmendem Maße zum Unternehmenserfolg beitragen. Ganz besonders gilt dies für kleinere Unternehmen mit 500 bis 2.500 Mitarbeitern, denn bei ihnen hat sich ein noch weit größerer Handlungsbedarf gezeigt als in den größeren Unternehmen."

Digital Readiness der HR-Mitarbeiter

Eine grundlegende Voraussetzung für die Digitalisierung ist die "Digital Readiness" der Mitarbeiter. Der HR-Software-Monitor untersuchte deshalb auch, wie die HR-Mitarbeiter auf die Digitalisierung vorbereitet sind: Besitzen sie die Fähigkeiten, die eine sich immer schneller ändernde Hard- und Software verlangt?

Knapp mehr als die Hälfte der Befragten nehmen an, dass ihre HR-Mitarbeiter gut oder sehr gut auf die zunehmende Digitalisierung vorbereitet sind und überwiegend als kompetent eingeschätzt werden. Dabei liegt die Einschätzung bei Unternehmen mit mehr als 2.500 Mitarbeitern etwas höher als bei kleineren Unternehmen. 

Aber auch insgesamt 39 Prozent schätzen die "Digital Readiness" der Mitarbeiter als mittelmäßig ein; knapp jeder Zehnte als weniger gut oder nicht gut ein. Damit der HR-Bereich bei der Digitalisierung seiner Vorreiterrolle gerecht werden kann, so die Empfehlung der Studienautorin, sollte bei Neueinstellung und Qualifizierungsmaßnahmen die "Digital Readiness" des Mitarbeiters zunehmend mitberücksichtigt werden.

 

Zum HR Software Monitor:

Die komplette Studie zum Stand der Digitalisierung in der Personalarbeit finden Sie in unserem  Personalmagazin Spezial "Softwarekompendium". Hier können Sie es kostenlos herunterladen.

Schlagworte zum Thema:  HR-Software, Digitalisierung, Software-Anbieter, Software

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