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Größerer Unternehmenserfolg dank Lerntechnologien

Lerntechnologien tragen zum Unternehmenserfolg bei.
Bild: Haufe Online Redaktion

Die Investition in Lerntechnologien lohnt sich. Einer neuen Benchmark-Studie zufolge sind damit deutliche Verbesserungen bei Produkteinführungen, Lerngeschwindigkeit und Lerntransfer zu erzielen.

Die Benchmarktstudie des britischen Beratungsunternehmens Towards Maturity läuft seit mittlerweile neun Jahren regelmäßig und hat in dieser Zeit Daten von über 2.200 Unternehmen in Europa gesammelt. Demnach erreichen durchschnittliche Unternehmen durch Lerntechnologien zahlreiche Verbesserungen wie eine schnellere Auslieferung von Lerninhalten, geringere Kosten für Trainings oder einen intensiveren Lerntransfer.

Die Studie zeige, so Laura Overton, Managing Director von Towards Maturity, dass die weitreichenden Möglichkeiten von Lerntechnologien und die positiven Auswirkungen ihrer Anwendung auf den Geschäftserfolg endlich erkannt würden. Dennoch gebe es immer noch einen großen Unterschied zwischen den erhofften Erfolgen und den bereits erreichten Zielen.

Lücken zwischen Realität und Zielen

So möchten 95 Prozent der Befragten Lerntechnologien nutzen, um Good-Practice-Beispiele zu teilen, aber nur 25 Prozent tun es tatsächlich. 92 Prozent wollen damit schneller auf  veränderte Rahmenbedingungen für ihr Geschäft reagiern, aber nur 25 Prozent erreichen dieses Ziel. 94 Prozent versuchen, Lernen am Arbeitsplatz zu etablieren, aber nur 23 Prozent gelingt das. Ähnlich sind die Zahlen für die angestrebten Verbesserungen beim Talent- oder Performancemanagement. Von 91 Prozent, die hier Verbesserungen anstreben, sind nur 20 Prozent erfolgreich.

Unternehmen, die als Vorreiter in der Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter gelten, erreichen dennoch deutliche Vorteile in der Anwendung von Lerntechnologien. Diese Unternehmen geben der Studie zufolge  50 Prozent  mehr ihres Trainingsbudgets für Lerntechnologien aus als der Durchschnitt. Sie nutzten E-Learning doppelt so häufig für formales Lernen und sind eher bereit, Ressourcen in Strategie, Planung, Entwicklung von Inhalten, die Unterstützung von Zusammenarbeit und informelles Lernen zu investieren.

Budgets für Lerntechnologien steigen

Overton stellt fest, dass die befragten Unternehmen 2012 rund 20 Prozent ihres Trainingsbudgets für Lerntechnologien ausgegeben haben, was eine Steigerung von zwei Prozent gegenüber 2011 bedeute. Bei den angewendeten Technologien machen Autorensoftware mit 59 Prozent, Informationssysteme mit 64 Prozent, User Generated Content mit 41 Prozent, die Nutzung mobiler Endgeräte mit 47 Prozent und virtuelle Meetings mit 74 Prozent den größten Anteil aus. 25 Prozent der Befragten würden selbst Lern-Apps entwickeln, 30 Prozent ihre Mitarbeiter ermutigen, die eigenen mobilen Endgeräte für das Lernen zu benutzen und 31 Prozent Tablets und Smartphones zur Verfügung stellen .

Auch das so genannte "Social Learning" sei auf dem Vormarsch. Demnach erlauben 63 Prozent der  befragten Organisationen ihren Mitarbeitern, externe soziale Netzwerke wie Facebook oder Twitter zu nutzen.   Social Media würden auch genutzt, um im Unternehmen selbst Netzwerke zu bilden, die zum Beispiel dazu dienen, User Generated Content zu verteilen, zu kommunizieren, das formelle Lernen zu unerstützen oder sich selbst weiter zu entwickeln.

Die Weiterbildung von Mitarbeitern und damit auch die Implementation von Lerntechnologien habe bei der Mehrzahl der befragten Unternehmen  allerdings immer noch keine Priorität für das Management. Ein weiteres Hindernis für den Erfolg von Lerntechnologien, mangelnde Medienkompetenzen der Anwender, sieht Overton dagegen aus dem Weg geräumt.

Schlagworte zum Thema:  Weiterbildung, Personalentwicklung, E-Learning

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