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Typische Pendlerkrankheiten mit Lernen vermeiden

Wer mit den öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fährt, sollte den Fahrzeiten einen Sinn geben, um typische Krankheiten zu vermeiden.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Fernpendler, die täglich mindestens 60 Minuten für den Weg zur Arbeit brauchen, sollten die Zeit im Auto oder in den öffentlichen Verkehrsmitteln zum Lernen nutzen, fordert Dr. Steffen Häfner, Pendlerforscher und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin in Stuttgart.

Die Betroffenen könnten zum Beispiel Fremdsprachenkenntnisse verbessern oder Neues aus ihrem Fachgebiet lesen. Nur wer der langen Reisezeit einen tieferen Sinn gäbe, der bleibe von den üblichen Pendlerkrankheiten wie funktionellen Magen-Darm-Beschwerden, Bluthochdruck, Schlafstörungen, Tagesmüdigkeit, Konzentrationsstörungen, Kopfschmerzen sowie psychischen Problemen verschont, erklärte Häfner in der "Hannoverschen Zeitung" vom 29. September 2012.

Lernen oder zumindest Lesen mache das Pendeln erträglicher. Pendler seien umso unzufriedener, je öfter sie umsteigen müssten und je länger sie warten müssen. Männer pendelten wegen besserer Verdienst- und Aufstiegsmöglichkeiten, weil sie ein Haus gekauft hätten oder weil sie am Schulort der Kinder bleiben wollten. Frauen pendelten in der Regel, weil sie am Wohnort keine Arbeit fänden. Insgesamt wirke sich das Pendeln negativ auf den psychischen Gesundheitszustand aus, allerdings werde der Beschwerdedruck geringer, wenn die Pendler während der Fahrt das Gefühl hätten, etwas Sinnvolles zu tun. Da Pendler, die lange unterwegs seien, kaum Zeit hätten zu einem Arzt zu gehen, fordern Betriebsärzte spezielle Beratungs- und Behandlungsangebote direkt in den Betrieben, an Bahnhöfen oder in Zügen.

Haufe Online Redaktion

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