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Personaler rechnen mit gleichbleibenden Budgets

Für eine Studie wurden 300 HRler zu Weiterbildungsthemen befragt, darunter zu ihrer Budgetprognose für 2015.
Bild: MEV Verlag GmbH, Germany

Drei von vier Personalern gehen laut einer Studie davon aus, in diesem Jahr für die Weiterbildung der Mitarbeiter in etwa so viel Budget wie im Vorjahr zur Verfügung zu haben. Des Weiteren zeigt die Studie: HR legt weiterhin Wert darauf, dass Mitarbeiter bei diesem Thema Eigeninitiative zeigen.

75 Prozent der deutschen HR-Manager rechnen in diesem Jahr mit gleichbleibenden beziehungsweise steigenden, 15 Prozent mit sinkenden Weiterbildungsbudgets. Das geht aus der TNS Infratest-Studie "Weiterbildungstrends in Deutschland 2015" hervor, die die Marktforscher im Auftrag der Studiengemeinschaft Darmstadt (SGD) unter 300 Personalentscheidern in deutschen Unternehmen durchgeführt haben – dieses Jahr zum siebten Mal.

Im Vorjahr rechneten fast ebenso viele, 76 Prozent, mit gleichbleibenden und steigenden Budgets. Etwas mehr Personaler (20 Prozent) zeigten sich im vergangenen Jahr pessimistisch: 20 Prozent glaubten damals, weniger Geld für Weiterbildung der Mitarbeiter in die Hand nehmen zu können.

Mittelständler achten beim Recruiting besonders auf Mitarbeiterinitiative

In der 2015er Ausgabe der SGD-Studie befragten die Autoren die Teilnehmer ebenfalls wieder dazu, inwieweit sie die Weiterbildungsinitiative von Mitarbeitern für Karrierechancen, Recruiting und Arbeitsplatzerhalt als wichtig erachten.

Wie in der Vorjahresstudie auch gibt wiederum eine große Mehrheit (84 Prozent) der befragten HR-Verantwortlichen an, dass sie Weiterbildungsbereitschaft für die Eröffnung neuer Karrierechancen für wichtig bis äußerst wichtig halten. Im vergangenen Jahr waren mit 87 Prozent sogar einige Personaler mehr dieser Meinung.

Wie im Vorjahr auch achten wiederum 77 Prozent der Personaler schon bei der Einstellung neuer Mitarbeiter auf deren Bereitschaft zur Weiterentwicklung. In mittleren Unternehmen (zehn bis 499 Mitarbeiter) ist dieser Faktor offenbar besonders wichtig: 91 Prozent der HRler aus Firmen dieser Größe schauen beim Recruiting schon darauf, ob die Bewerber in puncto Weiterbildung Initiative zeigen.

Weiterbildungswille als Zeichen von Motivation

Doch nicht nur bei der Eröffnung von Karrierechancen und der Einstellung neuer Mitarbeiter spielt demnach Weiterbildung eine Rolle. Für 81 Prozent der Personaler ist Weiterbildung auch für den Erhalt des Arbeitsplatzes ein wichtiger Faktor. Das ist ein etwas geringerer Prozentsatz als im vergangenen Jahr, als hierbei noch 84 Prozent auf den Weiterbildungswillen ihrer Mitarbeiter achteten.

"Geht es um den Erhalt eines Arbeitsplatzes, schauen HR-Verantwortliche durchaus auch auf das Weiterbildungsengagement eines Mitarbeiters", erläutert Brigitta Vochazer, Geschäftsführerin der SGD, diesen Faktor. "Schließlich liefert diese Einstellung einen Anhaltspunkt darüber, wie motiviert der Mitarbeiter ist und wie er sich mit seiner Aufgabe identifiziert. Dabei wird die Weiterbildungsbereitschaft unabhängig von der aktuellen Wirtschaftslage geschätzt", so Vochazer weiter.

Dass HR-Manager die Motivation der Mitarbeiter zu schätzen wissen, bestätigt die Umfrage ebenfalls: Aus einer Liste mit sechs Eigenschaften und drei Wahlmöglichkeiten sprechen die Befragten ihren engagierten Mitarbeitern Motivation und Leistungsbereitschaft als wichtigste Charaktereigenschaft zu (63 Prozent).

Schlagworte zum Thema:  Personalentwicklung, Recruiting, Mitarbeitermotivation

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