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Neue Arbeitsmodelle fordern Qualifizierung

Die Unternehmen setzen auf Weiterbildung, um die Defizite der Bewerber zu beheben.
Bild: Haufe Online Redaktion

Führung wird zunehmend virtuell. Gleichzeitig sehen sich Unternehmen einer wachsenden Zahl von potentiellen Führungskräften gegenüber, denen Teamfähigkeit, sprachliche Fähigkeiten und Sozialkompetenz fehlen. Eine neue Umfrage zeigt den Qualifizierungsbedarf.

Von 253 Befragten in deutschen Unternehmen gaben 45 Prozent an, bei Bewerbern für Fach- und Führungspositionen im gewerblichen/handwerklichen Bereich Defizite hinsichtlich der Sicherheit in deutscher Sprache und Rechtschreibung zu erkennen. Als schlecht beurteilt wurden auch die englischen Sprachkenntnisse (37 Prozent) und die Fähigkeit der Kandidaten, logisch zu denken (35 Prozent) und zu kommunizieren (35 Prozent). Ähnlich schlechte Werte ermittelte die Umfrage von TNS Infratest im Auftrag des Personaldienstleisters DIS AG für Bewerber im kaufmännischen/betriebswirtschaftlichen Bereich. Wer mit Bewerbern für den IT-Bereich zu tun hatte, sah deren größte Defizite in den Bereichen soziale Kompetenz (37 Prozent) und Teamfähigkeit (34 Prozent).

Qualifizierungsbedarf in sozialer Kompetenz

Um die Defizite zu beheben, setzen die befragten Unternehmen auf Weiterbildung. 44 Prozent sehen den größten Qualifizierungsbedarf für Fach- und Führungskräfte demnach im Bereich der sozialen Kompetenz, 39 Prozent im Bereich Führung und Mitarbeiterführung. Einen Bedarf an Weiterbildung zu IT-Themen und aufgabenbezogene Qualifikationen sehen jeweils 37 Prozent.  Von der Unternehmensgröße abhängige Unterschiede im  Qualifizierungsbedarf gibt es demnach vor allem im Bereich der IT/Software. Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern sehen hier einen höheren Bedarf an Qualifizierung (50 Prozent) als kleinere Unternehmen (34 Prozent).

Führungskräfte vor neuen Belastungen

Der Qualifizierungsbedarf spiegelt die Entwicklungen, denen sich Fach- und Führungskräfte ausgesetzt sehen. In 48 Prozent der befragten Unternehmen hält demnach das neue Arbeitsmodell der virtuellen Führung Einzug. Zur Entlastung  trägt das nicht bei, denn 46 Prozent der Befragten gaben an, dass Führungskräfte im Vergleich zu früher heute deutlich mehr arbeiten. Die Karriere wird dabei zunehmend unsicherer, denn gleichzeitig hält in 38 Prozent der Unternehmen Interim- und Freelance-Management Einzug.

Schlagworte zum Thema:  Weiterbildung, Führung, Bewerber

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