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| Weiterbildung

Mit Lernen das Ego stärken

Selbstbewusst sein und beruflich aufsteigen: Das sehen viele Jüngere als Nutzen von Weiterbildung an.
Bild: www.f1online.de

Weiterbildung als Ego-Politur? Die Teilnehmer einer Studie berichten davon, dank Entwicklungsmaßnahmen sicherer, selbstbewusster und zufriedener zu sein. Thematisch stehen für die befragten jüngeren Lerner neben Wirtschaft und Management vor allem Gesundheit und Psychologie im Fokus.

Laut der Studie sieht die große Mehrheit der Teilnehmer den Nutzen von Weiterbildungen vor allem darin, dass sie dadurch neben ihren Kompetenzen auch ihre Sicherheit im Beruf steigern können – 80  Prozent der Befragten stimmen dieser Aussage zu. 60 Prozent der Befragten beantworten die Frage "Was bringt Weiterbildung?" damit, dass diese es den Lerner ermögliche, anschließend im Job selbstbewusster aufzutreten. Ebenso viele Umfrageteilnehmer glauben, dass eine Weiterbildung zudem zu mehr Zufriedenheit führe.

Jeweils rund die Hälfte der Befragten berichtet daneben von mehr Anerkennung und mehr Verantwortung beziehungsweise einem beruflichen Aufstieg infolge der Weiterbildung. Finanziell – also etwa in Form einer Gehaltserhöhung – zahlte sich die Fortbildung immerhin bei jedem Dritten aus.

Für die zehnte Ausgabe der Studie befragten die Meinungsforscher von Forsa im Auftrag des Fernlern-Anbieters ILS 1.002 Deutsche im Alter von 20 bis 40 Jahren.

Lehrgänge mit Abschluss stehen hoch im Kurs

Mit welchem Wissen die Lerner punkten können, zeigt die Studie ebenfalls. Die jungen Weiterbildungsteilnehmer interessieren sich laut ILS-Anmeldezahlen vor allem für Weiterbildungen in den Bereichen Gesundheit und Psychologie sowie für Wirtschafts- und Managementkurse.

Bei den Formaten, in denen diese Themen vermittelt werden, liegen Weiterbildungen vorn, die zu einem Abschluss führen – wie etwa zum staatlich geprüften Betriebswirt und Techniker sowie Lehrgänge mit IHK-Abschluss.

Die Umfrage zeigt zudem: Die meisten Lerner aus der befragten Altersgruppe verfügen bereits über frühere Weiterbildungserfahrung. Unter den 36- bis 40-Jährigen sind es drei Viertel, bei den 31- bis 35-Jährigen zwei Drittel. Bei den Berufseinsteigern, den 20- bis 25-Jährigen, hat sich bislang erst ein Drittel weitergebildet.

Da in der Befragung Lerner über 40 Jahre nicht berücksichtig wurden, liegen keine Erkenntnisse zu der Weiterbildungserfahrung Älterer vor.

Jeder Dritte hat konkrete Weiterbildungspläne

Auch für die nahe Zukunft haben viele der Befragten schon Weiterbildungspläne geschmiedet: So will jeder Zweite sich im laufenden Jahr weiterbilden. Ein Drittel hat schon konkrete Pläne und weiß, welche Weiterbildung es genau sein soll.

In einer kürzlich veröffentlichten Studie der Haufe Akademie zeigten sich die Befragten ebenfalls zielstrebig, wenn es um ihre berufliche Weiterbildung geht: Viele von ihnen nehmen ihre Entwicklung selbst in die Hand, indem sie etwa "Learning by doing" praktizieren oder sich relevante Inhalte aus der Literatur oder dem Internet suchen.

Allerdings geschieht das offenbar nicht immer freiwillig: Jeder Dritte der rund 1.000 Befragten bemängelt, keinen Zugang zu der Weiterbildung zu haben, die er für geeignet hält – etwa, weil der Chef ihn nicht bei der Weiterbildung unterstütze.

Ein weiterer extrinsisch motivierter Grund für den persönlichen Einsatz bei der Weiterbildung ist demnach, dass sich in den vergangenen Jahren der Druck auf die Arbeitnehmer erhöht habe, sich ständig auf den neusten Stand zu bringen. Davon sind 62 Prozent der Befragten überzeugt.

Haufe Online Redaktion

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