18.08.2011 | HR-Management

Weiterbildung in Agenturen lässt zu wünschen übrig

Damit Agenturen am Puls der Zeit bleiben, gilt es für jeden Mitarbeiter, die eigenen Fähigkeiten ständig weiterzuentwickeln. Doch dafür scheint es in den Agenturen nicht die richtigen maßgeschneiderten Weiterbildungen zu geben. Vieles bleibt reine Absichtserklärung und in Zeiten knapper Budgets wird hier zuerst gespart, so das Ergebnis einer Studie von "Die Kernforscher".

Nicht weniger als drei Viertel der befragten Agentur-Entscheider stimmen zu, dass Investitionen in Weiterbildung entscheidend sind, um sowohl für den Markt relevant als auch für Mitarbeiter attraktiv zu bleiben. Zu begrüßen ist, dass fast alle Agenturen planen, die Investitionen in Weiterbildung aufrecht zu erhalten. 41,3 Prozent beabsichtigen sogar, sie zu erhöhen. Umso erstaunlicher erscheint da die Aussage von 51 Prozent der Befragten, dass "sobald es finanziell knapp wird, die Investition in Weiterbildung zuerst gestrichen wird." So ernst wird das Thema Weiterbildung offensichtlich doch nicht genommen.

 

Agenturchefs wünschen sich mehr Eigeninitiative ihrer Mitarbeiter

Maßgeschneiderte Trainings, eine bessere Geschäftserwartung und eine zeitliche Bindung der Mitarbeiter an die Agentur wären hingegen Gründe für Agenturen, intensiver in die Entwicklung ihrer Mitarbeiter zu investieren. Etwas überraschend sagt fast die Hälfte aller Befragten, dass es sogar mehr Weiterbildungsinvestitionen gäbe, wenn sie von den Mitarbeitern selbst aktiv nachgefragt würden. Die Agenturchefs wünschen sich demzufolge mehr Eigeninitiative ihrer Mitarbeiter. Ein Teilnehmer bringt es auf die folgende Formel: Weiterbildung müsse durch Eigenmotivation, Neugier und Wille entstehen, nicht weil der Chef das wolle.

 

Soft Skills und Führungsfähigkeiten am wichtigsten

Neben Fachthemen wie Social Media und Strategische Planung steht die individuelle Persönlichkeit im Fokus des Weiterbildungsbedarfes. Besonders gefragt seien businessrelevante soziale Kompetenzen sowie Führungsfähigkeiten, die beim persönlichen Umgang mit anspruchsvollen Kunden, bei der Konfliktprävention und Kundenberatung eine wichtige Rolle spielen. Das A und O aus Sicht der Agentur-Entscheider sei letztendlich aber, dass es sich dabei um passgenaue Weiterbildungen handelt, die den Bedürfnissen der betroffenen Zielgruppe genau entsprechen. Standardtrainings gehören somit der Vergangenheit an. Vielmehr würden die Befragten eintägige, externe Veranstaltungen bevorzugen, wobei erfahrene, qualifizierte Trainer und Coaches die nötigen Tools praxisnah vermitteln.

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