28.06.2012 | Employability

Weiterbildung für Geringqualifizierte ist Mangelware

Grundkompetenzen kann man auch am Arbeitsplatz lernen.
Bild: Haufe Online Redaktion

Fast jeder fünfte Erwerbstätige in Deutschland hat keine Berufsausbildung. Viele verfügen nicht mal über einen Schulabschluss. Mehr betriebliche Weiterbildung könnte helfen. Jedoch gibt es bislang kaum spezielle Angebote für Geringqualifizierte, hat das Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) festgestellt.

Die Betriebe in Deutschland sind zwar rührig, wenn es um Schulungen und Kursangebote für ihre Mitarbeiter geht: So führten im Jahr 2010 mehr als 80 Prozent der Firmen formelle oder informelle Weiterbildungen durch. Doch an solchen Qualifikationsmaßnahmen beteiligen sich überwiegend gut ausgebildete Beschäftigte. Nur rund sieben Prozent der Erwerbstätigen, die 2010 an einer betrieblichen Weiterbildung teilnahmen, hatten keine Berufsausbildung.

Vorrangig konzentrieren sich die Angebote der Unternehmen in der Regel auf die Vermittlung betriebsrelevanter Kenntnisse. Eine Befragung von rund 1.100 Unternehmen ergab allerdings, dass mit Blick auf den Fachkräftebedarf 30 Prozent der Unternehmen durchaus gewillt wären, Geringqualifizierten am Arbeitsplatz Mindestkompetenzen im Lesen, Schreiben und Rechnen zu vermitteln. Wenn dieses "Nachsitzen" staatlich gefördert würde, wären sogar 36 Prozent der Betriebe dazu bereit.

Schlagworte zum Thema:  Employability, Personalentwicklung, Betriebliche Weiterbildung, Beschäftigungsfähigkeit

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