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Weiterbildungsausgaben abhängig von Firmengröße und Branche

Weiterbildung bleibt relevant: Im Schnitt 177.000 Euro geben Unternehmen pro Jahr für Weiterbildung aus.
Bild: Haufe Online Redaktion

Finanzdienstleister investieren mehr als Unternehmen im Gesundheitswesen, kleine Betriebe im Verhältnis mehr als große. Das zeigt eine neue Studie zu den jährlichen Weiterbildungsbudgets von Unternehmen in Deutschland.

Mit einem durchschnittlichen Gesamtbudget von rund 310.000 Euro pro Jahr stecken Unternehmen der Finanz- und Versicherungsbranche am meisten Geld in die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter, zeigt das Weiterbildungs-Barometer der Deutschen Gesellschaft für Qualität e.V., DGQ. Auf Platz zwei folgt die öffentliche Verwaltung mit 245.000 Euro vor der IT- und Kommunikationsbranche mit rund 228.000 Euro. Am wenigsten in Weiterbildung investiert wird demnach im Sozial- und Gesundheitswesen. Die befragten Unternehmen in dieser Branche geben lediglich 120.000 Euro jährlich für Schulungen ihrer Mitarbeiter aus.

Kleine Unternehmen bei Pro Kopf-Investment vorn

Rechnet man das Gesamtbudget für Weiterbildung auf die Mitarbeiter um, so Wissen vor allem mittlere und kleinere Unternehmen mit 150 bis 249 Angestellten den Wert von Weiterbildung zu schätzen. Mit durchschnittlich 518 Euro pro Mitarbeiter geben sie weit mehr dafür aus, als größere Unternehmen, die nur 259 Euro durchschnittlich pro Jahr in die individuelle Weiterbildung investieren.

Wenn es um die ausgewählten Weiterbildungsthemen geht, stehen Arbeitsschutzmanagement (91 Prozent), Qualitätsmanagement (83 Prozent) und Qualitätssicherung (80 Prozent) ganz vorne auf der Liste. Auch die Themen Energiemanagement (41 Prozent), Messtechnik (44 Prozent) und Compliance Management (48 Prozent) sind von hoher Relevanz. Hier zeigen sich branchenspezifische Ausschläge. Schulen im verarbeitenden Gewerbe durchschnittlich 75 Prozent der Unternehmen im Bereich Energiemanagement ist im Finanzdienstleistungssektor vor allem das Thema Informationssicherheit (86 Prozent) und Compliance Management (82 Prozent) bei den befragten Unternehmen relevant.

Wenig Budget für Qualitätsmanagement

Enttäuscht zeigte sich die DGQ als Auftraggeber der Studie von den Investitionen in Qualitätsmanagement-Schulungen, die mit einem jährlichen Budget 20.000 Euro als eher unterdurchschnittlich bewertet werden. Dies sei überraschend, da Qualitätsmanagement nicht nur Platz zwei der Top-Themen im Schulungsbereich belege, sondern auch von 93 Prozent der befragten Personalverantwortlichen für relevant erachtet werde.

Für die Studie hatte die Forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analyse mbH im Auftrag der DGQ 500 Personalverantwortliche in deutschen Unternehmen befragt.

Schlagworte zum Thema:  Weiterbildung, Studie, Personalentwicklung

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