Die Financial Times hat 72 Unternehmen befragt, welche Fähigkeiten sie von MBA-Absolventen erwarten. Dabei dominieren Zusammenarbeit, Problemlösungskompetenzen und Zeitmanagement.

Laut der Umfrage der Financial Times unter 72 Unternehmen erwarten diese von MBA-Absolventen vor allem folgende fünf Fähigkeiten: Zusammenarbeit im Team und mit verschiedenen Menschen, die Lösung komplexer Probleme, der Auf- und Ausbau von Netzwerken sowie Zeitmanagement und das Setzen von Prioritäten. Am schwierigsten zu finden sind folgende Fähigkeiten: andere zu beeinflussen, strategisches Denken, Antrieb & Resilienz, Big-Data-Analyse und die Lösung von komplexen Problemen.

Keine Big-Data-Kenntnisse, sondern komplexe Probleme lösen

Bemerkenswert ist dabei, dass Antrieb & Resilienz sowie die Lösung komplexer Probleme nach Ansicht der MBA-Absolventen selbst zu den Fähigkeiten gehören, in denen sie besonders kompetent sind. Ob sich die MBA-Absolventen dabei überschätzen oder die Unternehmen die beiden schwer fassbaren Fähigkeiten nicht gut genug identifizieren können, sei dahingestellt.

Am seltensten zu finden sind Big-Data-Kenntnisse. 13 Prozent der befragten Firmen gaben an, es sei unmöglich entsprechende Kandidaten zu rekrutieren. Am wenigsten wichtig sind den Unternehmen: angewandte Mikroökonomie, die Fähigkeit, Social Media zum Nutzen des Unternehmens einzusetzen, Rechnungswesen (Accounting), Programmieren sowie Umweltengagement und Corporate Social Responsibility (CSR).

Unternehmen stellen MBA-Ausbildung generell infrage

Dabei stellen einige Unternehmen wie KPMG den Wert einer MBA-Ausbildung generell infrage. Man erwarte, dass Bewerber Berufserfahrung haben, ein Team managen und wie eine Führungskraft mit Kunden umgehen können, erklärte Ann Purchas, Head of People bei KPMG in Großbritannien gegenüber der FT. Geeignete Kandidaten finde man dabei genauso gut direkt bei anderen Firmen wie an Business Schools.

Knapp die Hälfte der 72 befragten Unternehmen gab an, dass sie Probleme hatten, MBA-Absolventen mit den passenden Fähigkeiten zu finden. Im Jahr davor war es erst ein Drittel.

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