Was MBA-Bewerber von den Business Schools erwarten

Der "2018 MBA Applicant Survey" der Association of International Graduate Admissions Consultants (AIGAC), deren 130 Mitglieder in 14 Ländern vor allem als Berater für MBA-Interessenten tätig sind, gibt Auskunft, worauf MBA-Bewerber Wert legen. 

Wer sich für ein MBA-Studium interessiert, informiert sich vor allem über die Website der Schule. An zweiter Stelle stehen Informationsveranstaltungen der Business Schools, gefolgt von Empfehlungen von Studenten und Alumni. Bei den sozialen Medien steht LinkedIn auf Platz 1 vor YouTube und Facebook. Als unabhängige Quellen liegen MBA-Rankings mit 83 Prozent an der Spitze, gefolgt von Online-Foren (59 Prozent) und persönlichen Kontakten (Familie, Freunde und Kollegen) mit 55 Prozent.

Das zeigt die "2018 MBA Applicant Survey" der Association of International Graduate Admissions Consultants (AIGAC), deren 130 Mitglieder in 14 Ländern vor allem als Berater für MBA-Interessenten tätig sind. Vor allem in den USA ist es weit verbreitet, sich bei der Auswahl und der Bewerbung beraten und unterstützen zu lassen.

Erwartungen der Bewerber an den Zulassungsprozess

Befragt wurden knapp 2.000 Bewerber für einen MBA-Studienplatz, von denen die Mehrzahl die Dienste eines Zulassungsberaters in Anspruch genommen hatte. Dabei sind die Erwartungen der MBA-Bewerber an den Zulassungsprozess der Schulen hoch. Sie wollen kontinuierlich über den Bewerbungsprozess informiert werden. Sie wollen mehr Transparenz über die Entscheidungen, was die Warteliste betrifft, und sie möchten ein Feedback, wenn sie abgelehnt werden.

Dabei hat allein die Harvard Business School im letzten Jahr 9.330 Bewerber für einen MBA-Studienplatz abgelehnt, wie das MBA-Portal Poets & Quants weiß. Kein Wunder, dass Harvard zusammen mit der Stanford Graduate School of Business, der Columbia Business School, der MIT Sloan School of Management und der Wharton School auf der Liste der Schulen, die die Kandidaten aus ihrer Sicht am besten kennen, die hintersten Plätze belegt. Allein diese fünf Schulen haben zusammen 32.406 Bewerber abgelehnt. Und wer nicht zugelassen wird, fühlt sich eben oft auch nicht angemessen bewertet. Auf den Spitzenplätzen stehen dagegen die Johnson Graduate School of Management an der Cornell University, gefolgt von der Darden School of Business an der University of Virginia und der Tuck School of Business. Hier fühlen sich die MBA-Aspiranten am besten eingeschätzt.

Die Auswahlkriterien

Die wichtigsten Faktoren für die Wahl einer Schule sind die Reputation der Business School (66 Prozent), das Abschneiden in Rankings (61 Prozent) und die Kultur der Schule mit 53 Prozent. An vierter Stelle folgen die Auswirkungen auf die eigene Karriere (39 Prozent). Am unwichtigsten sind das eigene Abschneiden in den Zulassungstests GMAT oder GRE und die Qualität der Lehrenden mit je 20 Prozent. Als Grund für ein MBA-Studium gaben 57 Prozent den Erwerb von neuem Wissen und neuen Fähigkeiten an. An zweiter Stelle stehen mit 49 Prozent neue Jobmöglichkeiten, gefolgt vom Zugang zu einem starken Netzwerk (48 Prozent).

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