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Was Bewerber alles für einen Job machen würden

Fast zwei Drittel aller Deutschen suchen länger als sechs Monate nach einem Job. Um endlich fündig zu werden, würde ein Fünftel der Befragten in ihren Bewerbungsunterlagen sogar lügen. Auch die Gefahr sich lächerlich zu machen, würde manche nicht abschrecken, zeigt eine aktuelle SHL-Umfrage.

Gut jeder fünfte Arbeitssuchende (22,2 Prozent) würde bei seinen Bewerbungsunterlagen oder im Bewerbungsgespräch lügen, wenn sich so die Chance auf einen guten Job bieten würde. Jeder Sechste (17,2 Prozent) würde sogar einen Tag als Hotdog verkleidet durch die Fußgängerzone laufen. Das ergab eine Online-Umfrage von SHL, einem Anbieter für Beratungsleistungen im Bereich Talent Management, an der 1.000 Befragte in Deutschland teilgenommen haben. Ziel war es, herauszufinden, was Bewerber alles tun würden, um einen guten Job zu bekommen.

 

Selbstmarketing durch Social Networks

Fast die Hälfte der Bewerber würde aber ernsthaftere Maßnahmen ergreifen: Jeder Dritte (34,5 Prozent) würde sich auf sozialen Plattformen selbst vermarkten, um Arbeitgeber auf sich aufmerksam zu machen. Ebenso würde mehr als jeder Dritte (36,1 Prozent) eine psychologische Beratung in Anspruch nehmen, um Feedback zur eigenen Persönlichkeit zu erhalten.

 

Auslandsaufenthalt als Alternative

Trotz Wirtschaftsaufschwung suchen 61,3 Prozent aller Jobsuchenden in Deutschland länger als sechs Monate nach einer Stelle. Entsprechend hoch bleibe auch die Bereitschaft, sich durch – auch längere unbezahlte – Praktika weitere Berufspraxis anzueignen. So wären rund drei Viertel aller Teilnehmer (73,5 Prozent) bereit, mehr als drei Monate als Praktikant oder unbezahlter Arbeitnehmer zu jobben. Ein Ergebnis, das der Studie zufolge belege, dass die Generation Praktikum doch kein Mythos sei. Als Alternative würden 44,5 Prozent der Befragten aber auch ins Ausland gehen.

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