12.07.2012 | HR-Trends

Von der Leyen warnt vor Risiken der Arbeitswelt in der Cloud

Virtuelle Belegschaften kennzeichnen die Arbeitswelt der Zukunft.
Bild: Haufe Online Redaktion

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen hat zum Auftakt einer Internet-Konferenz in München dazu aufgerufen, Chancen auf dem Weg in die Arbeitswelt der Zukunft zu nutzen. Gleichzeitig warnte sie aber auch vor Risiken, die die "Cloud" birgt.

Von der Leyen entwarf das Szenario einer Arbeitswelt des Jahres 2020, die ganz von der "Cloud", also Anwendungen aus dem Internet, geprägt sei. In dieser Welt von "Klick-Arbeitern" werde es keine Rolle mehr spielen, ob jemand festangestellt oder nur zeitweise für ein Unternehmen tätig sei, sagte die Ministerin auf der Konferenz DLDwomen, einem Ableger der DLD (Digital Life Design)-Konferenz, die den Schwerpunkt auf Frauenthemen legt.

Gute Nachrichten für Unternehmen: Indem es künftig eine "virtuelle Belegschaft" gebe, könnten die Firmen auf einen weltweit verfügbaren Pool von Talenten zugreifen. Dies bedeute enorme Kosteneinsparungen für Unternehmen. "Ich bin mir aber nicht sicher, ob ich das gut finde oder erschrocken darüber bin", sagte die Politikerin.

Denn sie gibt auch zu, dass der Druck auf den einzelnen Arbeiter damit steige: "Cloud-Arbeiter stehen ständig im Wettbewerb miteinander und unter dem ständigen Druck, sich immer wieder neu bewerben zu müssen", so die Ministerin. Nichtsdestotrotz könnten vor allem Frauen von der größeren Flexibilität profitieren. Nicht mehr "Netzwerke alter Jungs", sondern allein die Ergebnisse der Arbeit würden dann über Erfolg und Karriere entscheiden, so von der Leyen.

Schlagworte zum Thema:  Flexibilisierung, Cloud, Talent Management

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