05.08.2011 | HR-Management

Versicherungen investieren verstärkt in ihre Mitarbeiter

Der Fachkräftemangel ist mehr und mehr auch in der Versicherungsbranche spürbar. 88 Prozent der Top-Entscheider sehen das als Grund, bis 2014 gezielt in das Fachwissen ihrer Mitarbeiter zu investieren, zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage.

Mit einem Plus von elf Prozentpunkten gegenüber dem Jahr 2008 zählt damit das Human Capital Management neben Servicequalität und Kosteneffizienz zu den drei wichtigsten strategischen Schwerpunkten der kommenden drei Jahre. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle "Branchenkompass 2011 Versicherungen" von Steria Mummert Consulting in Zusammenarbeit mit dem F.A.Z.-Institut.

 

Weiterbildung als Mittel gegen den Fachkräftemangel

Innerhalb der Versicherungsbranche leidet besonders der Vertrieb unter dem Fachkräftemangel. Die Versicherungsmakler haben große Schwierigkeiten, sowohl qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen als auch Nachwuchskräfte für die Branche anzuwerben. Umso wichtiger sei es für die Personen- und Schadenversicherer, ihre vorhandenen Mitarbeiter weiterzubilden, um sie langfristig an das Unternehmen zu binden und deren Know-how zu festigen, sagt Michael Süß, Versicherungsexperte bei Steria Mummert Consulting.

 

Zentrale Datenbank über alle Qualifikationen der Belegschaft ein Muss

Oft verfügen die Mitarbeiter selbst über ungenutzte Fähigkeiten, die dem ganzen Unternehmen nützen könnten. Einen Überblick über die Talente in den eigenen Reihen schafft beispielsweise eine Datenbank, in der die ruhenden Qualifikationen gesammelt und fortlaufend gepflegt werden. Auf diese Weise erkennen die Personaler, welche Ressourcen es bereits im eigenen Haus gibt. Gleichzeitig kommen sie den Vorlieben der Mitarbeiter entgegen und stärken so deren Bindung an das Unternehmen.

 

Über die Studie

Im April und Mai 2011 befragte das Marktforschungsinstitut Forsa im Auftrag von Steria Mummert Consulting und dem F.A.Z.-Institut 100 Führungskräfte aus 100 der größten Versicherungsgesellschaften in Deutschland über ihre Investitionsziele und Geschäftspolitik bis 2014.

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