05.09.2014 | Vergütung

Prognose: Gehälter steigen auch 2015 konstant

Mehr Gehalt? Die Berater von Aon Hewitt prognostizieren das für 2015.
Bild: Haufe Online Redaktion

Im Schnitt werden die Löhne und Gehälter in Deutschland auch 2015 um 3,0 Prozent steigen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie von Aon Hewitt. Eine Umfrage von Stepstone könnte Arbeitnehmer zudem erfreuen: Wer den Job wechselt, kann eine noch höhere Gehaltssteigerung herausschlagen.

Die deutsche Wirtschaft ist weiterhin auf Wachstumskurs, auch wenn aktuelle Krisen das Geschäftsklima trüben, so das Fazit der Autoren von des "Global Salary Increase Survey 2014-2015" von Aon Hewitt. Davon profitieren die Arbeitnehmer, denn die Unternehmen beurteilen ihre Lage positiv und sind weiterhin bereit, Löhne und Gehälter zu erhöhen: Haben bei der vergangenen Studie noch 2,9 Prozent der Teilnehmer angegeben, eine Nullrunde einzulegen, prognostizieren dies weniger als ein Prozent für das Jahr 2015. Da aktuell jedoch mit einer Inflationsrate von 1,8 Prozent gerechnet wird, ergibt sich in den meisten Branchen eine Reallohnerhöhung von durchschnittlich 1,2 Prozent. Teilnehmende Unternehmen aller Branchen aus 120 Ländern haben knapp 12.700 Datenlieferungen eingereicht.

Spitzenreiter ist erneut die pharmazeutische Industrie. Die aktuelle Studie zeigt, dass die Mitarbeiter dieser Branche im nächsten Jahr mit durchschnittlich 3,7 Prozent Gehaltssteigerungen rechnen können. Für das Jahr 2014 waren in der Pharma-Industrie noch Lohnerhöhungen von 4,0 Prozent möglich.

Ein Trend nach Unternehmensgröße ist nicht erkennbar.

Top-Performer mit Top-Gehältern

Überdurchschnittliche Leistungen spiegeln sich in einer überdurchschnittlichen Gehaltserhöhung wider. 11,5 Prozent der deutschen Arbeitnehmer zählen zu den Top-Performern. Diese können mit einer Steigerung ihres Verdienstes um durchschnittlich 3,9 Prozent rechnen. 90 Prozent der Unternehmen können ihre Top-Performer identifizieren, acht Prozent halten ein besonderes Budget für Leistungszulagen bereit.

12,4 Prozent der Mitarbeiter haben ihre Ziele nicht erreicht, was zu einer nur sehr geringen Gehaltserhöhung von durchschnittlich 0,4 Prozent führt. 22,4 Prozent der Mitarbeiter überschreiten die erwarteten Leistungen und werden hierfür mit einer dreiprozentigen Lohnsteigerung belohnt. Der größte Teil (54 Prozent) erfüllt die gesetzten Ziele und kann mit einer Steigerung der Vergütung von 2,3 Prozent rechnen.

Dabei ist immer weniger entscheidend, ob es sich bei den Mitarbeitern um Mitglieder des Top-Managements, mittleren Managements, der Administrative oder der Produktion handelt. Letztere liegen mit 3,2 Prozent Lohnerhöhung sogar leicht über dem Durchschnitt.

Stepstone-Umfrage: Mehr Gehalt bei Jobwechsel

Auf weitere Lohnerhöhungen können sich Arbeitnehmer freuen, wenn sie ihren Job wechseln: Im Schnitt können sie mit einer Gehaltssteigerung von fünf Prozent rechnen. Die Spanne reicht dabei von mindestens drei Prozent bis über 20 Prozent – und hängt stark von individuellen Faktoren wie Alter, Berufserfahrung, Branche sowie Grad der Verantwortung ab. Das sind die Ergebnisse einer Befragung der Online-Jobbörse Stepstone unter rund 50.000 Fach- und Führungskräften in Deutschland.

Finanzfachkräfte und Ingenieure fühlen sich am besten bezahlt

Mit ihrem aktuellen Gehalt zeigen sich Ingenieure sowie Fachkräfte im Finanzwesen am zufriedensten: 46 Prozent der Befragten dieser Branchen finden, dass sie genug oder mehr als genug verdienen. In den Bereichen IT sowie Wissenschaft und Forschung sind es 45 Prozent. Bei den Fachkräften aus Einkauf, Materialwirtschaft und Logistik sowie Marketing und Vertrieb finden immerhin noch 39 Prozent ihr Gehalt angemessen.

In der Berufsgruppe Bildung und Soziales geben hingegen nur 27 Prozent an, dass sie mit ihrem aktuellen Gehalt zufrieden sind. Schlusslicht im Zufriedenheits-Ranking der Fachkräfte bildet der Sektor Pflege, Therapie und Assistenz. Dort meint nur jeder Fünfte, genug zu verdienen.

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