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Vergütung: Telekom-Vorstand verpatzt das erste Bonusziel

Zufriedene Mitarbeiter bedeuten für den Telekom-Vorstand mehr Gehalt. Das hat das Unternehmen 2010 im Zuge des VorstAG vertraglich vereinbart. Die Rechnung geht allerdings bisher nicht auf: Die Ergebnisse der ersten Mitarbeiterumfrage seit dieser Regelung liegen unterhalb der Zielmarken.

Laut der "Financial Times Deutschland" blieben die Durchschnittswerte zu den drei Fragen, die zur Bewertung herangezogen werden, unter den Vorgaben. Zum Beispiel liege die Zustimmung der Telekom-Mitarbeiter zu der Aussage, dass ihr Arbeitsumfang mit dem geforderten Qualitätsanspruch vereinbar sei, bei 53 Prozent. Ziel war 62 Prozent.

 

Hintergrund: Neue Regelung sollte langfristige Ziele setzen

Eine direkte Auswirkungen auf die Vorstandsvergütung hat dies aber noch nicht, da das Ziel auf vier Jahre ausgelegt ist. Erst wenn bis dahin die Ziele noch nicht erreicht sind, wirkt sich dies auf den variablen Anteil des Vorstandsgehalts aus. Allerdings sind hier der Personalvorstand Thomas Sattelberger und der Datenschützer Manfred Balz außen vor. Wie die "Financial Times Deutschland" berichtet, haben diese Vorstandsmitglieder ihre Verträge behalten, da der Wechsel bei bestehenden Verträgen freiwillig war.

 

Enttäuschende Reaktion des Vorstands: Zielvorgaben gesenkt

Interessant ist nun auch, wie der Vorstand darauf reagiert. Denn nun ist die Mitarbeiterzufriedenheit ein echtes Vorstandsthema. Die Reaktion ist laut "Financial Times Deutschland" eher ernüchternd: Die Zielvorgaben wurden überprüft und die Marken herabgesetzt. Eine weitere Frage soll zur Bewertung aus der Mitarbeiterumnfrage herangezogen werden. Während die Befürworter sich davon ein vollständigeres Bild über die Mitarbeiterzufriedenheit erwarten, werfen Kritiker dem Telekom-Vorstand nach Angaben von "Financial Times Deutschland" eine Verwässerungstaktik vor.

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