| Vergütung

Bachelor-Absolventen verdienen mehr

Anders als gedacht: Ein Bachelor-Abschluss bringt am Ende mehr ein als ein zusätzliches Master-Studium.
Bild: Haufe Online Redaktion

Personaler waren sich lange unsicher, was sie von der Bologna-Reform halten sollten. Gerade die Vergütungsfragen mussten geklärt werden: Wie viel sollte ein Bachelor- und wie viel ein Master-Absolvent verdienen? Eine Studie zeigt nun: Hochgerechnet verdienen Bachelor inzwischen mehr.

Das durchschnittliche Einstiegsgehalt der Masterabsolventen liegt mit 44.800 Euro rund 3.000 Euro über dem der Bachelorabsolventen. Hierfür verzichtet der Master in der Regel auf mindestens zwei Jahresgehälter in Höhe von 41.800 Euro. Dies sind Ergebnisse der "Hochschul-Recruiting-Studie 2012". Sie spiegeln die von Jobware initiierte Befragung unter Personalverantwortlichen in Deutschland wider, die im ersten Quartal 2012 durchgeführt wurde. Unter wissenschaftlicher Begleitung durch die FH Koblenz wurden unter anderem die durchschnittlich gezahlten Einstiegsgehälter nach Studienabschluss erfasst. 

Bei gleichbleibendem Gehaltsabstand, einem Erwerbsleben von 40 Jahren und einer Renditeerwartung von sieben Prozent liegt der Barwert des Bachelors rund 43.500 Euro über dem des Masters. Steuern und Sozialabgaben wurden nicht betrachtet. Direkt nach dem Bachelorabschluss ins Erwerbsleben einzusteigen bringt also - anders als vielleicht teilweise gefühlt - keinen finanziellen Nachteil mit sich. 

Wer sich für den direkten Einstieg nach dem Bachelor entscheidet, der trifft auf eine breite Nachfrage seitens der Unternehmen. Rund 70 Prozent aller Unternehmen haben in 2011 Bachelorabsolventen eingestellt. Sie werden in Unternehmen aller Größenordnungen gleichermaßen geschätzt, so ein weiteres Studienergebnis.

Schlagworte zum Thema:  Vergütung, Bachelor, Master, Talent Management

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